Donnerstag, 30. August 2018

Etwas Besonderes: Die DLRG & das Ostseebad Binz

Rettungsschwimmer der DLRG mit dem Binzer Bürgermeister Karsten Schneider (Foto: Dario Lembcke)
Binz. (BM) Am Donnerstag, den 23. August 2018, hat sich der Binzer Bürgermeister Karsten Schneider mit einem Grillabend bei den Frauen und Männern der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für ihren diesjährigen Einsatz für einen sicheren Strand bedankt.

Die Beziehung zwischen Binz und der DLRG ist eine Besondere. Schließlich führte ein schweres Unglück auf der ehemaligen Seebrücke des Ostseebades, bei dem 14 Erwachsene und zwei Kinder starben, am 19. Oktober 1913 zur Gründung der Gesellschaft in Leipzig.

Damals wie heute ist es das erklärte Ziel, Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu schützen. Dafür wurde in den vergangenen 105 Jahren des Bestehens der DLRG einiges getan: Von dem Erlernen des Schwimmens bis zum Dienst auf den Rettungstürmen an der Nord- und Ostseeküste reicht der ehrenamtliche Einsatz.

So war es auch in diesem Jahr im Ostseebad Binz. Am 19. Mai 2018 hatten die ersten Rettungsschwimmer ihren freiwilligen Dienst auf den Rettungstürmen der Gemeinde begonnen. Und nun - in etwa 14 Tagen - wird der letzte Blick über die Wellen der Ostsee schweifen, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei waren in diesem Sommer bei rekordverdächtigen Teperaturen bis zu 30 Rettungssschwimmer im Einsatz am feinsandigen Strand der Prorer Wiek - vom "Koloss von Rügen" bis zum Fischerstrand. Sicher keine leichte Aufgabe! Bereits im kommenden Jahr wird die Anzahl der ehrenamtlichen Retter wohl sogar noch einmal ansteigen. Der Grund dafür? Dann müssen neben den acht Rettungstürmen auch die drei neuen Multifunktionsgebäude an den Strandaufgängen 71, 72 und 76 sowie zwei mobile Rettungstürme besetzt werden.

Anlass genug für den Binzer Bürgermeister Karsten Schneider um auf die ehrenamtliche Arbeit der Rettungsschwimmer aufmerksam zu machen und diese auch zu würdigen. Die Bilanz 2018 ist positiv! Dank der Frauen und Männer der DLRG gab es in diesem Sommer keinen tödlichen Badeunfall zu beklagen. Dann lieber ein paar Wespenstiche, von denen es in diesem Jahr wohl einige gab. Aber auch diese können allergische Schockreaktionen auslösen...

„Einmal Binz, immer Binz“ - Ein Satz, den der Bürgermeister von seinen Rettungsschwimmern nicht nur einmal hörte. Kein Wunder! Denn einige der ehrenamtlichen Retter kommen schon regelmässig in das größte Ostseebad der Insel. Vielleicht könnte man sie sogar als "Stammpersonal" bezeichnen. In jedem Falle ist es auch ein gutes Zeichen für die Bedingungen, unter denen sie hier ihre Urlaubs- und Ferientage zum Wohle der Badegäste auf den Rettungstürmen verbringen.

Untergebracht wurden die Rettungsschwimmer übrigens auf Kosten der Kurverwaltung - in diesem Jahr im IFA Rügen Hotel und Ferienpark Binz. Daneben wurden die Fahrkosten übernommen und eine Aufwandsentschädigung vorgesehen. Außerdem stand für die Ehrenamtler auch der Besuch der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek. Und bei der Ausstattung? Da wurde einiges getan! In dieser Saison standen den Schwimmern neben modernen Rettungsbrettern und -kajaks auch Motorboote zur Verfügung. Außerdem hält die Kurverwaltung des Ostseebades Binz für die Badegäste u.a. auch Strandmobile und Baderollstühle bereit. Diese Investition soll nach Angaben der Kurverwaltung im kommenden Jahr weiter fortgesetzt werden.

Weitere Informationen zur Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Binz