Mittwoch, 29. August 2018

Ganz in weiß...

In der letzten Woche wurde die Südseite des Putbusser Theaters eingerüstet
Putbus (PA). Zwischen 1819 und 1821 soll das einzige Theater der Insel errichtet worden sein. Der langgestreckte markante Bau mit seinem von vier Säulen getragenen Dreiecksgiebel zählt bis heute zu den schönsten Gebäuden der ehemaligen Residenz im Süden. 

Einst eigenständig bespielt, wird das Theater Putbus heute allerdings zum Theater Vorpommern gerechnet. Seinem Charakter als Sommertheater tat dies übrigens keinen Abbruch. Noch immer gilt diese Kulturstätte als Ziel vieler Urlauber. Das auch an ihr der Zahn der Zeit nagt - wen wundert ´s? Zumal das klassische "weiß", dass noch immer an die früher weiß gekalkten Fassaden des Ortes Putbus erinnert, schon durch den Verkehr viel Staub auszuhalten hat.

Wenn es nach dem Willen der Planer geht, soll die Oase der Kultur - in dem 1810 gegründeten Ort, der 1960 das Stadtrecht erhielt - bis spätestens 2020 wieder in frischem Kleid seine Gäste begrüßen. Ganz in weiß? Ja, schon. Denn mit den "weißen Schürzen" der DDR-Zeit hat die heute gepante "Einfärbung" nur wenig zu tun: Nachdem in diesem Jahr die Marktseite bereits ihren Anstrich erhielt, wurde nun auch die südliche Giebelseite zum Park eingerüstet. Und dann - vielleicht 2019 - soll es schon im Innenhof weiter gehen.

Los ging das "Aufpolieren" allerdings schon 2017. Da hatte man übrigens auch die "Kithara", jenes 230 Kilogramm schwere Schmuckstück, dass an eine Harfe erinnert und den Giebel zum Markt ziert, saniert. Am Ende soll alles aber bis 2020 in neuem Glanz erstrahlen: Ganz in weiß...