Montag, 20. August 2018

Statistik: Übernachtungen auf Rügen rückläufig

Werbung für das Land: Rügen aktiv erleben (Foto: TMV / Timo Roth)
Rügen (PA). Wie der Tourismusverband des Landes in seiner heutigen Pressemitteilung mitteilt, hat das Statistische Amt in der ersten Jahreshälfte 2018 einen leichten Anstieg der Übernachtungen um 0,3 % im Vergleich zu den im Vorjahreszeitraum erhobenen Werten festgestellt. Allerdings bleibt das Wachstum damit weit hinter der deutschlandweiten Entwicklung zurück, die einen Zugewinn von durchschnittlich 4% bei den Gästeübernachtungen ausmacht.

Unabhängig von diesem allgemeinen Trend kommentierte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU), die Entwicklung des Tourismus im Land so: „Wir haben eine sehr gute Halbjahresbilanz. Die Ankünfte und Übernachtungen liegen nicht nur über den Vorjahreswerten, sie liegen auch einen Wimpernschlag über den Werten des bisherigen Rekordjahres 2016." Ferner schätzt er ein:  „Der heiße Sommer hat für gut gebuchte touristische Einrichtungen, volle Strände an der Ostsee und im Binnenland und hoffentlich für viele zufriedene Gäste gesorgt. Mecklenburg-Vorpommern kann auch mit einem wachsenden Gästeansturm gut umgehen.“

Bei genauerer Analyse der Übernachtungszahlen wird neben einem Zurückbleiben hinter dem durchschnittlichen Deutschlandtrend deutlich, dass nach den erhobenen Zahlen klassische Urlaubsparadiese an der pommerschen Ostseeküste - wie Rügen (-3,7 %), Usedom (- 1,9%) oder die Halbinsel Darß (-0,4%) - weiter verlieren, während man auf dem Festland danach zulegen kann. Dabei haben die Übernachtungszahlen im geistigen Zentrum Vorpommern, der Universitätsstadt Greifswald, mit 18,3% einen überdurchschnittlichen Anstieg zu verzeichnen.

Kritik wird zunehmend mit der Erhebung der Übernachtungszahlen laut, die auch in Frage stellt, wie repräsentativ die Zahlen sind. Die amtliche Statistik erhebt beispielsweise Zahlen von Betrieben ab 10 Betten. Dabei kam es auch in der Vergangenheit zu recht unterschiedlichen Erhebungen und dies  erklärt vielleicht auch die Kluft zwischen vermeintlichem Bedarf an Infrastruktur und dem real gelebten Alltag.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) meint dazu: "...Zudem zeigen sich in derart intensiven Saisonzeiten auch die Probleme der Branche deutlich – angefangen von der Infrastruktur bis hin zur Personalsituation in einigen Betrieben. Was für den Moment von der Sonne überblendet wurde, verlangt nach schnellen Lösungen und einer verstärkten Hinwendung zum für unser Land so wichtigen Tourismus. Wir bauen auf die neue Landestourismuskonzeption und ihre Umsetzung.“