Donnerstag, 23. August 2018

Zudar: Entwicklung ja, aber keine massive Bebauung

Blick auf den Naturcampingplatz von Pritzwald auf der Halbinsel Zudar
Ein Gastbeitrag der Garzer Bürgerinitiative zum NaturCampingPlatz Pritzwald

Wir sind Einwohner der Gemeinde Garz und haben das Ziel, den Bau von 44 Häusern auf dem Naturcampingplatz Pritzwald/ Zicker so nicht zuzulassen. Der Platz existiert in seiner natürlichen Art schon seit mehr als vierzig Jahren. Daher sind wir uns darüber im Klaren, dass es eine Menge Dinge neu zu ordnen und nachzurüsten gibt.

Wir fordern von den gewählten politischen Vertretern der Stadt Garz, eine kluge und nachhaltige Entwicklung an diesem so einzigartigen Ort voranzubringen.

Wir sind nicht gegen eine Entwicklung auf dem Naturcampingplatz, im Gegenteil, wir sind auch nicht gegen einen Investor, wir sind aber gegen Pläne mit einer derart massiven Bebauung, die sich nie in den Charakter des Naturcampingplatzes integrieren wird.

Der Investor tritt als Bauträger auf und will den Großteil der Häuser verkaufen - das hat Herr Brauer am 10. Juli öffentlich auf einer Bügerversammlung bekanntgegeben. Die so entstehende Ferienhaussiedlung steht weder wirtschaftlich noch vom Sinn her im Zusammenhang mit dem NaturCampingplatz. Im Übrigen wird hier eine Klientel angelockt, die mit Natur und Camping nichts zu tun hat.

Von den heute über 400 Stellplätzen für Einheimische und unsere Gäste sollen noch 70 Plätze bleiben - und auch die sollen nach und nach durch Mobilheime besetzt werden, so Herr Brauer. Wenn diese Pläne umgesetzt werden, wird ein Ort ohne Charakter entstehen - austauschbar, beliebig, unwiederbringlich.

Wir fordern eine Überarbeitung der Pläne.

Wir fordern den Erhalt des Charakters unseres NATURcampingplatzes - für uns und für unsere Gäste - die genau wegen der Einzigartigkeit und Ursprünglichkeit zu uns kommen.

Wir werden von vielen Einwohnern der Stadt Garz , von deren Kindern und Enkeln, von Gästen und Einwohnern der Insel Rügen und unserem Bundesland unterstützt und ermutigt, diesen Weg konsequent zu gehen.

Wir sind bereit, mit den politischen Vertretern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Andreas Meyer-Wussow,
im Namen der Bürgerinitiative