Montag, 17. September 2018

Müther: Eine kleine Rückschau & Erinnerung

DVD-Filmpremiere bei "Treffpunkt Sassnitz": Filmische Erinnerung an das Wirken Ulrich Müthers
Sassnitz (SAS). Über 60 Gäste waren am Sonntag, den 16. September 2018, zu einer kleinern filmischen Rückschau und Erinnerung an Ulrich Müther, seine Mitstreiter vom "Spezi"-Bau und ihre Bauten in das "Rügen-Hotel" gekommen. Eingeladen hatten dazu das Studio Hamburg Enterprise, das Rügen-Hotel Sassnitz und der Verein Kreideheilbad Sassnitz im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Sassnitz".

Begonnen wurde die die kleine filmische Zeitreise dabei mit dem Streifen "Spannweiten", der unter der Regie von Ted Tetzke entstand und im Jahre 1989 (u.a. auf der Insel Rügen) gedreht worden war. Und das sorgte auch beim Publikum für erste Bewegung, befanden sich doch auch ehemalige Mitstreiter aus dem Binzer Spezialbetonbau-Unternehmen unter den Gästen, um zu schauen, was von den alten Zeiten noch so zu sehen war. Das daneben sogar Beiträge der "Aktuellen Kamera" oder ein Beitrag der Sendung "Umschau" zu Aufführung kommen sollte, war zwar bekannt gegeben worden, doch das Filmmaterial selbst filmmmerte erstmals aufgearbeitet und digitalisiert über die Leinwand. Das musste auch eine Gruppe von Filminteressierten feststellen, die selbst schon verschiedenste Filme mit Ulrich Müther gesehen hatte.

Und auch die Antwort, warum diese Aufnahmen in Vergessenheit geraten sind, konnte gegeben werden. Brigitte Miesen, die sich für die Realisierung des DVD-Projektes "Ulrich Müther - Der Landbaumeister von Rügen" eingesetzt hat, beschrieb dabei nicht nur, wie sie auf Ulrich Müther aufmerksam wurde, sondern auch, wie die "Filmschätze" im Archiv gehoben wurden und die Aufarbeitung durch das Studio Hamburg Enterprises erfolgte.

Eine spezielle Note bekam der Filmnachmittag noch durch einen aktuellen Streifen, der sich als Bonusmaterial auf der DVD befindet. Die Rede ist von dem Dokuemntarfilm "Von pommerschen Bauernsöhnen und russischem Karnickeldraht". Dieser wurde erst kürzlich auf Rügen abgedreht und zeigt eine parallele Montage, die einerseits den Erinnerungen von Martin Haase, einem der Mitstreiter Ulrich Müthers folgt, andererseits die verschiedenen Bauten der Binzer Schalenbauer auf Rügen zeigt. Die lebendigen Ausführungen sorgten dabei bisweilen für Erheiterung beim Publikum und erwiesen sich als ideale inhaltliche Abrundung des Filmnachmittages.

Am Ende gab es nur noch zwei offene Fragen. Natürlich konnten auch diese noch beantwortet werden. Letztlich führten die Veranstalter diese für die Veranstaltungsreihe eher geringe Anzahl an Fragen auf Vielfalt und Umfang der Filmbeiträge zurück, die umfassend ergänzt wurden durch die Reflektionen der Gäste, unter denen sich zahlreiche Zeitzeugen fanden, die auch aktiv miteinbezogen wurden.

Nach dem Auftritt von Gojko Mitić hat das Trio der Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Sassnitz" ein weiteres Achtungszeichen in diesem Jahr gesetzt. Das erklärt auch den vielfachen Wunsch aus dem Publikum, dass hier eine Fortsetzung wünscht. Diesen Filmnachmittag verstand man übrigens als Einstimmung auf die Müther-Woche, die heute im Ostseebad Binz gestartet ist.

Der Verein Kreideheilbad Sassnitz führte, wie gewohnt, locker durch das Programm

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Lesen Sie auch zu der Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Sassnitz":
"Der lange Ritt nach Rügen" mit DEFA-Schauspieler Gojko Mitic / "Mythos Störtebeker: Die Rückkehr" mit dem Hauptdarsteller der Störtbekerfestspiele 1980, Manfred Gorr, der Schauspielerin Christina Kraft und den Kindern des Dramaturgen Kurt Barthel (KuBa) /  "Lenin in Sassnitz" mit dem Programmdirektor des DDR-Fernsehens Horst Sauer / "Heute komme ich fast monatlich in meine alte Heimat" - Interview mit dem ehem. DEFA-Stiftungsvorstand Helmut Morsbach / "Kultur zum Anfassen..." mit DEFA-Schauspieler Ernst-Georg Schwill