Freitag, 7. September 2018

Umweltschutz einmal praktisch erklärt

Ein Bericht von Norbert Dahms
Interessierte Einwohner auf der Abschlußexpedition
Der anschaulichen Abschlußexkursion - beginnend in Gummanz beim Kreidemuseum - folgten am gestrigen Tag - Donnerstag, den 6. September 2018 - gegen 15:00 Uhr etwa 15 interessierte Einwohner. Worum ging es?

Die vom StALU geplante Wegführung mit den einzelnen Stationen
Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU) hatte zur letzten öffentlichen Veranstaltung geladen und in der Natur erklärt, was für das Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (veraltete Bezeichnung FFH-Gebiet) "Jasmund" angedacht ist. Die einzelnen Stationen der Wanderung führten zu verschiedenen schützenswerten Lebensraumtypen. Vor Ort wurden deren Erhaltungs- bzw. Verbesserungsmaßnahmen erklärt. An den Rändern der Pflegezone zu landwirtschaftlichen Flächen könne man sich eine 20m breite Pufferzone vorstellen. Dies soll den Eintrag von Nährstoffen in die Schutzgebiete vermindern. Ein Bürger wehrte sich gegen pauschalisierte Verdächtigungen gegen Landwirte ohne fundierte Analysen. 

Unterwegs mit dem StALU
Zu großen Teilen gehört das Gebiet zum Nationalpark Jasmund, weshalb Leiter des Nationalparkamtes Dr. Stodian für sein zuständigen Bereich ebenfalls die Erläuterungen gab. So war unter anderem zu erfahren, daß eckige Wasserdurchführungen unter Straßen und Wege günstiger sind als runde. Obwohl vom StALU als verbessernde Maßnahmen empfohlen, kann sie nicht überall umgesetzt werden. z.B. bei der Erneuerung des Straßenbelages auf der L303 wurde darauf verzichtet, weil die Gründung neue einzubringender Durchörtungen auch Probleme mit sich bringt. Die Arbeiten zur weiteren Vernässung vom Mooren schreiten gut voran und sollen ihr Ende im Jahr 2020 finden. Auch der Radweg von Sassnitz zur Stubbenkammer nimmt langsam Formen an. So sollen auch die alten Pflastersteine entfernt werden, um den Platz für den neuen Belag des Radweges zu schaffen.

Nach knapp 3 Stunden endete die Veranstaltung. Mit vielen Eindrücken kehrten die Teilnehmer heim.

Blick zum Kreidemuseum von Gummanz