Freitag, 28. September 2018

Was tun mit Sitzungsgeld? Was tun!

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rettet aus Seenot!
Sassnitz (SAS). Was tun mit dem Sitzungsgeld des Abstimmungsausschusses, der den ersten Sassnitzer Bürgerentscheid vorbereiten sollte? - Das fragte sich auch Norbert Dahms, der Vertreter der Bürgerinitiative für ein Bürgerbegehren zur Schwebebrücke am Königsstuhl. Denn: Als Beisitzer gehörte auch er dem Abstimmungsausschuß an.

Die sieben Mitglieder des Abstimmungsausschusses kamen immerhin für insgesamt drei Sitzungen zusammen. So trafen sie sich am 14. August 2018, am 4. September 2018 und am 13. September 2018. Und für jede der Sitzungen, die oftmals nicht mal eine Stunde dauerten, bekam man als Mitglied des Abstimmungsausschusses 50,- EUR aus der Stadtkasse Sassnitz ausgezahlt. Während für die ersten beiden Sitzungen das Geld recht zügig auf ein zuvor angegebenes Konto überwiesen wurde, konnten sich die Ausschußmitglieder noch während der dritten und letzten Sitzung über eine Barauszahlung der 50,- EUR Sitzungsgeld erfreuen. 

Doch was macht man nun mit diesem Geld? Schließlich waren - obgleich das Ziel des Ausschusses nicht erfüllt wurde - insgesamt 150,- EUR pro Mitglied geflossen. Für Norbert Dahms, den Vertreter der Bürgerinitiative, war die Frage ganz schnell beantwortet: "Das Geld sollte einem gemeinnützigem Zweck zugeführt werden!" Und ein Blick auf die Ostsee machte sofort klar, dass die Seenotretter es ganz gut gebrauchen könnten. Immerhin müssen sie sich ausschließlich aus Spenden finanzieren, sind zur Stelle, wenn Menschen in Seenot geraten, und mehrere Kreuzer müssen derzeit in die Werft von Fassmer. Deshalb nahm er direkten Kontakt zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf und übergab die Spende von 150,- EUR an einen ihren Vertreter.

Wie Herr Westphal mitteilte, hat die "Harro Koebke" nach ihrem Werftaufenthalt nun bereits die Insel Helgoland angesteuert. Hier wird sie - fern der Heimat - ein anderen Seenotrettungskreuzer ersetzen, der ebenfalls seinen Weg zur Werft im Landkreis Wesermarsch nahm. Sicherheitshalber haben die Sassnitzer übrigens schon mal einen kleinen Tannenbaum mitgenommen. Und in Sassnitz? Hier liegt gegenwärtig der Seenotkreuzer "Bremen", dessen Seenotretter die Sassnitzer bis zu ihrer Heimkehr vertreten.. Bleibt die Hoffnung, dass auch die Sassnitzer bald wieder in ihrem angestammten Revier Menschen aus Seenot zu retten können.

Das Sitzungsgeld des Abstimmunsgausschusses ging an die DGzRS