Samstag, 13. Oktober 2018

Klärung in Sachen Juliane Kube

Die Öffnung der Grablage von Juliane Kube auf dem Sassnitzer Friedhof
Sassnitz (SAS). Am Dienstag, den 9. Oktober 2018, fand um 9.30 Uhr die Öffnung der Grablage von Juliane Kube auf dem städtischen Friedhof statt. Aus dem vorgenannten Grund blieb der Sassnitzer Friedhof geschlossen.

Ziel der Exhumierung, die mit Unterstützung durch zwei Hamburger Rechtsmediziner und u.a im Beisein von Jan Zielinski, als rechtlichem Beistand, stattfand, war Gewissheit für die Mutter von Juliane Kube zu schaffen, was im Jahre 1977 geschah. Bedingt durch die Konsistenz des Bodens und die Lage des Grabes musste eine händische Schachtung erfolgen. Gegen Mittag konnten entsprechende Proben entnommen werden. Allerdings kann die Prüfung, entgegen anderslautender Berichte, bis zu mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die Arbeiten dauerten an dem besagten Tag bis 14.30 Uhr an.

Die Frage nach dem Schicksal von Juliane Kube beschäftigte bereits mehrfach in diesem Jahr die Öffentlichkeit. Nach offiziellen Angaben soll das Kind am 13. Dezember 1977 zu Tode gekommen sein. Daran kamen jedoch Zweifel auf. Der Wunsch der Mutter nach einer Exhumierung, um Gewissheit zu erlangen, war zunächst von Seiten der Stadt Sassnitz abgelehnt worden. Dann kam es allerdings zu einer überraschenden Wende in dem Fall: Am 11. Mai 2018 stimmte die Stadt Sassnitz nach dem Erörterungstermin der Sach- und Rechtslage im Greifswalder Landesverfassungsgericht einer Öffnung der Grabstelle von Juliane Kube und der Durchführung der so ermöglichten Exhumierung zum Zwecke einer DNA-Entnahme und Untersuchung durch das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ohne Einschränkung zu.

Am Dienstag, den 9. Oktober 2018, musste der Friedhof in Sassnitz darum geschlossen bleiben

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