Montag, 15. Oktober 2018

Plastefrei: "Coffee to go..."

Links: Wegwerfbecher /// Rechts: Dauerbecher
Plaste-Müll ist ein Thema, welches uns die nächsten Jahrzehnte zunehmend beschäftigen wird. Durch einen Zufall haben wir von der englischen Initiative "Surfers Against Sewage" (SAS) gehört. In der Stadt Penzance am Ärmelkanal begann es damit, dass sich einige Einzelhändler dazu verpflichteten, so weit als möglich auf Einmal-Plaste zu verzichten, und erhielten dafür ein Etikett, um auch von Verbrauchern entsprechend wahrgenommen zu werden. Als nächstes möchte man auch lokale Manager von Supermarktketten und Gäste für das Thema Plaste und Plaste-Verpackungen sensibilisieren. Und: Wie auch an unseren Stränden, werden dort bereits regelmäßig die Küstenbereiche von Plaste-Müll beräumt. Wie groß das Problem bereits ist, macht dieser Clip vielleicht klar. Die Vorstellung, das Plaste etwa 300-400 Jahre braucht, bis es sich zersetzt, macht Sorgen und lässt erahnen, was auch uns bevorsteht, wenn wir nicht beginnen anders zu leben...


Der Abfall beginnt allerdings immer mit der Nutzung durch den Verbraucher. Darum können wir bereits durch unser Verhalten selbst auf die Erzeugung von Müll Einfluß nehmen. Zu den beliebtesten Erscheinungen unserer Zeit zählt sicher der "Coffee to go", den wir auch nicht missen wollen. Immer dabei, ist der Kaffee zum Mitnehmen, wenn man ihn bei der Tankstelle oder dem Schnell-Imbiss kauft, leider schon bald abgekühlt. Das Problem kennen sicher viele. Auch wissen einige längst nicht mehr, wieviel Wegwerf-Kaffeebecher (Einweggeschirr) sie im letzten Jahr verbraucht haben. Und das entstehende Problem der damit einhergehenden Vermüllung hat sogar bereits ein englisches Modewort erhalten: "Littering"

Wie also das Problem lösen? Anfangen könnte man mit dem Verzicht auf Einweg-Becher. Wer in einer Cafeteria arbeitet, kennt die genauen Zahlen: Alleine in den zwei größten Cafeterien des Studierendenwerks in Greifswald gingen jährlich rund 48.000 Einweg-Becher (!) über die Theke. Die damit verbundenen Kosten für die Müllentsorgung beliefen sich auf etwa 4.000,- EUR. Viele sollen sich dazu nur schwer bis gar nicht wiederverwerten. Da wäre es doch sicher besser, den Müll gar nicht erst entstehen zu lassen. Dafür gab man nun Pfandbecher aus. Das dafür genutzte Pfandsystem hat sich Recup ausgedacht. Sie gewannen in der Universitätsstadt Greifswald nun in kürzester Zeit bereits 16 Partner und auch nach Stralsund ist die Recup-Welle bereits "geschwappt". Hier bietet man die Pfandbecher im Kaffee-Monopol (Mühlenstraße 55) an. Gleich auf der anderen Seite des Sunds, in Altefähr, hat man nun auch begonnen die Insel Rügen zu erobern - das Café Inselbar (Am Fährberg 8). Das Prinzip dafür hat man in einem Clip zusammengestellt: 1. Der "Coffee-to-go"-Becher von RECUP wird mit Pfand bezahlt. 2. Der Kaffee kann unterwegs genoßen werden 3. Die leeren Becher können deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern gegen Pfandrückzahlung zurückgegeben werden.


(Quelle: Recup-Channel)

Doch viele von uns erleben schon einen weiteren Trend, der ebenfalls positive Wirkung zeigt: Der persönliche Thermobecher. Er ist ungemein praktisch, weil er uns fast überall hin begleitet und er kann auch unterwegs nachgefüllt werden! Noch löst dies manchmal erstaunen aus - wie kürzlich bei Mc Donalds oder an der Tankstelle. Doch um so mehr Leute nachfragen, umso kleiner wird der Einweg-Becher-Verbrauch. Aber: Auch hier ist Becher nicht gleich Becher! Das wichtigste ist für viele eines: Er soll zu 100% tropf- und auslaufsicher sein. Und natürlich soll er auch das Heißgetränk möglichst lange auf Temperatur halten. Die meisten fangen dabei mit den preisgünstigen Alternativen an und diese gibt es - wie die Klassiker mit Henkel-Griff - ab etwa 5,- bis 8,- EUR. Hier muss man aber schon bald seine eigene Unzufriedenheit feststellen, denn: Weil der Becher einen täglich begleitet soll er natürlich auch noch trendig aussehen und vielleicht sogar die Lieblingsfarbe haben. Empfohlen wurde uns schon bald der Becher von Autoseal. Der "Contigo AUTOSEAL West Loop Thermobecher" (siehe Foto und Link) überzeugt, ist aber auch schon etwas teurer (25,70 EUR). Aber sicher in diesem Falle vielleicht auch für alle, die noch keinen haben und gerne Kaffee unterwegs trinken, das perfekte Geschenk. Können wir ihn weiterempfehlen? Ja! - Wir haben ihn schon eine Ewigkeit in Gebrauch. Aber sicher gibt es auch andere schicke Thermobecher. Wichtig: einfach anfangen etwas zu ändern!

Weitere Informationen zum Thema:
Mehr zu "Surfers Against Sewage" (SAS)
Mehr zum Recup-Pfandsystem
Mehr zum Contigo AUTOSEAL Thermobecher West Loop, Monaco Blue Matt, 1000-0355