Freitag, 26. Oktober 2018

TV-Tipp: "Von neuem Leben in alten Dörfern..."

Von Stettin zogen sie auf ´s Land: Herr und Frau Malujda (© NDR/Stefan Söffgen/Jennifer Gunia)
Stettin (PA). Auch hier, kurz vor Stettin, gab es in den letzten Jahrzehnten eine Landflucht. Gegangen sind vor allem junge Leute. Sie waren in der Regel gut ausgebildet - unter ihnen: viele Frauen. Das blieb nicht ohne Folgen! Nun gab es leere Häuser und vor allem die Älteren, die inzwischen auf einen Arzt angewiesen waren. Und während die Klassen in den Schulen schrumpften, fielen auch die Grundstückspreise...

Erzählt wird jedoch nicht die Geschichte sterbender Dörfer. Nein, diese Dokumentation - die in der Regie von Jennifer Gunia gedreht wurde - berichtet von neuem Leben in den alten Dörfern. Und das kam so: In Stettin zogen die Grundstückspreise der pommerschen Landeshauptstadt in den letzten Jahrzehnten kräftig an. Wer jung war und für seine Familie ein neues Heim suchte, konnte dieses meist nicht bezahlen. Also gingen viele in die umliegenden Dörfer von Stettin und schlugen hier Wurzeln.

In Löcknitz, etwa 15 Kilometer von der Grenze entfernt, leben derzeit etwa 3.200 Menschen. Zehn Prozent davon sind inzwischen Polen. Und während in anderen Dörfern die Infrastruktur wegbricht und die Einwohnerzahlen sowie die Schlüsselzuweisungen für Städte und Gemeinden sinken, wachsenden die Orte im "Speckgürtel" von Stettin. Allein in Löcknitz gibt es derzeit drei Schulen, zwei Kitas, drei Supermärkte, zwei Apotheken, volle Kirchen und lebendige Sportvereine. Das verdankt man vor allem den Zuzüglern aus der Odermetropole.

Die 30-minütige Dokumentation "Neues Leben in alten Dörfern" ist am Freitag, den 30. November 2018, um 21.15 Uhr im NDR-Fernsehen zu sehen.