Freitag, 26. Oktober 2018

Zudar: Umweltverstöße auf Naturcampingplatz?

Küstenwald bei Pritzwald auf der Halbinsel Zudar
Stralsund. (PA) Mit einer Anfrage wendet sich nun die bündnisgrüne Fraktion des Kreistages Vorpommern-Rügen an die Verwaltung des Landkreises. Inhaltlich verfolgen gleich mehrere Fragen dabei das Ziel, auf die Gegebenheiten und gegenwärtigen Entwicklungen rund um den Naturcampingplatz Pritzwald auf der Halbinsel Zudar aufmerksam zu machen.  Begründet wird dies von den Bündnisgrünen u.a. durch einen Vor-Ort-Termin, der Umweltverstöße nahe legen könnte. Auch wir berichteten in diesem Zusammenhang bereits von dem Planungsvorhaben, dass u.a. die Errichtung von 44 Ferienhäusern vorsieht. Das Projekt ist umstritten und rief eine neugegründete Bürgerinitiative auf den Plan, die u.a. gegen die Größe des Vorhabens protestiert.

Die bündnisgrüne Fraktion sieht in ihrer Anfrage - so eine Pressemitteilung von heute dazu - auch eine Handlungsaufforderung an den Landkreis Vorpommern-Rügen, hier tätig zu werden und ggf. einzugreifen. Begleitet wird ihre Kritik von der Sorge, dass bereits vollendete Tatsachen geschaffen würden, um den Bau einer überdimensionierten Ferienaussiedlung zu erleichtern. Sebastian van Schie, Sprecher der Grünen auf Rügen, erklärte in diesem Zusammenhang:

„Es ist zumindest für mich wenig überraschend, dass inzwischen offensichtlich Umwelteingriffe in das Biotop unmittelbar in der Nähe des Naturcampingplatzes Pritzwald erfolgt sind." 

Auch gibt er zu bedenken, dass die bündnisgrüne Kreistagsfraktion Hinweise erhalten hätte, dass es in diesem Bereich bereits zu ersten Baumfällmaßnahmen gekommen sein soll. Grund genug für den Sprecher der Grünen, um eine Prüfung der Vorgänge durch die Kreisverwaltung anzustoßen. Zudem bedürfe es - angesichts der Bauplanungen - u.a. der Klärung des Gebietsstatus oder ob hier Waldflächen in andere Flächen umgewandelt werden sollen. An dieser Stelle sieht man vor allem die untere Naturschutzbehörde in der Pflicht.

Anfrage der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen