Montag, 24. Dezember 2018

Heiligabend in den Kirchen der Insel

"Am Abend vor Christi Geburt" (1869) von Michael Rieser (1828-1905)
Stralsund / Greifswald (PA). Hunderte Kirchengemeinden laden im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis (PEK) auch in diesem Jahr wieder zu Christvespern, Krippenspielen, Gottesdiensten, Jahresschlussandachten und Konzerten ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe.

Die Stralsunder Pröpstin Helga Ruch umschreibt das bevorstehende Fest so:

„Weihnachten ist ein Fest, das zahlreiche Wünsche, Sehnsüchte und Erinnerungen bündelt. Oft ist es die eigene oder eine idealisierte Kindheit, an die sich Menschen erinnern, denn schließlich geht es Weihnachten um die Geburt eines Kindes. Gott begibt sich in die Existenz eines Kindes und damit in eine Gestalt, die für uns alle nachvollziehbar und fassbar ist. Mit diesem hilflosen Kind in der Krippe verbindet sich die Hoffnung, dass alles heilen möge, Konflikte gelöst werden und wir zur Ruhe kommen. Weihnachten ist wie kein anderes Fest mit unzähligen Erwartungen verknüpft, die nicht alle einlösbar sind. Doch auch in diesem Scheitern ist Gott da. Er liefert sich dem Scheitern aus. Das versinnbildlicht der ärmliche Stall von Bethlehem, in dem sich die Geschichte von Jesu Geburt ereignet.“ 

Sie meint, dass gerade in dieser Alltäglichkeit und Einfachheit Gott für uns begreiflich würde. Es sei sicher nicht laut und aufregend in diesem Stall gewesen. Stattdessen wäre die Geburt Jesu in aller Stille geschehen und wurde zuallererst ganz alltäglichen Menschen verkündet. Sie führt weiter aus:

„Das bedeutet, dass das rettende Licht weder unwirklich noch fern ist, sondern mitten hinein kommt in unseren Alltag, in unser Leben. Daher wirkt diese Botschaft seit Jahrhunderten unverändert stark. Im ärmlichen Stall, auf Heu und auf Stroh, entspringt der Keim für die Hoffnung, dass Gott die Welt retten wird, auch wenn es uns manchmal nicht so scheinen mag. Dieses Versprechen gilt unvermindert und wird jedes Jahr zu Weihnachten erneuert.“

Allein am Heiligabend werden heute wieder Hunderttausende Gottesdienstbesucher landesweit die weit über Tausend Christvespern besuchen. Daneben feiern zahllose Menschen am Radio oder vor dem Fernseher eine Christvesper mit.

So wird heute am Montag, den 24. Dezember 2018, Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit die Christvesper um 17 Uhr im Greifswalder Dom feiern. Dazu wird auch der Domchor singen. Am 2. Weihnachtstag, den 26. Dezember, predigt der  Bischof im Gottesdienst im Greifswalder Dom, der um 10 Uhr beginnt.

Auch die Stralsunder Pröpstin Helga Ruch, Der Demminer Propst Gerd Panknin und der Pasewalker Propst Andreas Haerter predigen in zahlreichen Christvespern und Gottesdiensten zu Weihnachten sowie zum Jahreswechsel und laden gemeinsam mit den Kirchengemeinden und den Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises ein.

Gottesdienste und Krippenspiele am Montag, den 24. Dezember 2018, auf Rügen

14.00 Uhr: in Gustow, Lancken-Granitz, Neuenkirchen, Sehlen und Sellin
14.30 Uhr: in Neuendorf (Hiddensee), Putbus, Sassnitz, Schaprode und Wiek
15.00 Uhr: in Baabe und Bergen
15.30 Uhr: in Altefähr, Binz, Gingst, Poseritz, Zirkow und Zudar
16.00 Uhr: in Altenkirchen, Kloster (Hiddensee), Middelhagen, Rappin, Sagard und Swantow
16.00 Uhr: auch in Trent und Vilmnitz
17.00 Uhr: in Bergen, Garz, Göhren, Kloster (Hiddensee) und Waase
17.30 Uhr: in Binz, Kasnevitz, Patzig, Rambin und Sassnitz
17.45 Uhr: in Bobbin
18.00 Uhr: in Groß Zicker und Samtens
22.00 Uhr: in Altenkirchen, Bergen und Groß Zicker
23.30 Uhr: in Sassnitz

Weitere Informationen zum Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis

(Alle Angaben ohne Gewähr)

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