Mittwoch, 19. Dezember 2018

Investitionen in Vorpommerns Krankenversorgung

V.l.n.r.: links: Dr. Ney-Matiba, Frau Petrischkeit, Frau Florian, Herr Waehnke, Minister Harry Glawe und Dr. Zabel (Bildquelle:Wirtschaftsministerium)
Stralsund (PA). Heute, am 19. Dezember 2018, hat sich Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) über aktuelle Vorhaben an den Krankenhäusern in Demmin, Wolgast und Stralsund informiert. Außerdem nutzte er die Geelegenheit, um Fördermittelzusagen zur Unterstützung baulicher Maßnahmen an das Kreiskrankenhaus Demmin, die Uhlenhaus KLINIK GmbH in Stralsund und an das Kreiskrankenhaus Wolgast zu geben.
So sind beispielsweise in Demmin Umbaumaßnahmen und ein dreistöckiger Anbau vorgesehen. Derzeit sind im Kreiskrankenhaus u.a. die Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin hier angesiedelt. Dem Haus stehen gegenwärtig 193 Planbetten und zehn tagesklinische Plätze zur Verfügung. Nun soll jedoch auch ein ambulantes Zentrum geschaffen werden, in dem so vor allem Ärzte neben der eigenen Praxis an das Haus gebunden werden könnten. Bessere Räumlichkeiten würden zudem die Möglichkeit der Versorgung mit einem Rettungsdienst, einer Apotheke, einem Optiker und einem Sanitätshaus eröffnen, so dass das Leistungsspektrum in der stationären Versorgung verbessert werden kann. Um dies zu unterstützen, werden von Seiten des Landes 21,8 Millionen Euro aus dem Steueraufkommen eingesetzt.

In Stralsund möchte das Land die Neubau-Pläne der Uhlenhaus KLINIK GmbH mit 1,0 Millionen Euro aus dem Steueraufkommen fördern. Derzeit verfügt die Einrichtung über 58 teilstationäre Plätze, die sich in 34 Plätze im Fach Psychiatrie und Psychotherapie und 24 Plätze im Fach Psychosomatik aufteilen. Mit dem Neubau verbindet das zur Uhlenhaus Group gehörende Unternehmen die  Einrichtung einer gerontopsychiatrische Tagesklinik. Notwenig wird dies aus Sicht des Unternehmens, weil  im aktuellen Behandlungsgeschehen sich immer deutlicher ein zunehmend höheres Lebensalter, komplizierte Begleiterkrankungen sowie häufig auftretende psychische und kognitive Störungen abzeichnen würden. Dies mache die angedachte Spezialisierung notwendig.

Das Kreiskrankenhaus Wolgast verfügt gegenwärtig über 155 Planbetten und 15 tagesklinische Plätze. Hier sollen nun Umbaumaßnahmen mit dem Ziel stattfinden, ein ambulantes Versorgungszentrums für die Kindermedizin einzurichten. So soll die ambulante kindermedizinische Versorgung und die Notfallversorgung von Kindern in der Klinik - unter Einbindung von niedergelassenen Fachärzten - sicher gestellt werden. Die Planungen sehen den Start zum Umbau im Frühsommer 2019 vor. Nach Fertigstellung soll das ambulante kindermedizinische Versorgungszentrums sich im ersten Obergeschoss des Ostflügels befinden und barrierefrei mit einem Außenfahrstuhl erreichbar sein. Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe (CDU) betonte in diesem Zusammenhang auch, dass Wolgast ein fester und wichtiger Bestandteil der Krankenhauslandschaft in Vorpommern sei. Auch hier wurde bereits eine Unterstützung von 1,0 Mio. Euro zugesagt. Außerdem meinte Harry Glawe (CDU) dazu:

Bauliche und technische Ausstattungen eines Krankenhauses spielen eine wichtige Rolle für die medizinische Versorgung der Patienten. Aber: Nur im Zusammenspiel mit dem unermüdlichen, zugewandten Engagement aller Mitarbeiter kann eine Klinik qualitativ hochwertige Behandlung zum Wohle der Erkrankten bieten..." Ferner sagte er: "Um eine ausreichende Qualität zu gewährleisten, müssen sich die Kliniken laufend den wandelnden Bedarfen anpassen. Wir unterstützen die Vorhaben der Krankenhausbetreiber, um für die Patienten eine qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten und für das medizinische Personal gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.“