Freitag, 21. Dezember 2018

Kultur-Initiative für Vorpommern

Ministerin Hesse und Staatssekretär Dahlemann überreichen 850.000 Euro des Landes (Foto: Kultusministerium M-V)
Anklam (PA). Gemeinsam mit dem Landesheimatverband haben Kulturministerin Birgit Hesse und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Mittwoch, den 19. dezember 2018, in Anklam eine Vorpommern-Initiative vorgestellt. Wichtigster Bestandteil ist drei Jahre nach der Gründung des Verbandes die Einrichtung einer zweiten Geschäftsstelle (neben der in Schwerin) des Landesheimatverbandes mit Sitz in Vorpommern.

Zwischen 2019 und 2023 sollen zur Finanzierung der Geschäftsstelle in Anklam sowie für die Auflage der seit 2017 erscheinenden Schriftenreihe „Stier und Greif. Heimathefte für Mecklenburg-Vorpommern“ und das Projekt „Schatzkiste“ eine Unterstützung des Strategiefonds des Landes in Höhe von 850.000 Euro bereitgestellt werden. Der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, betonte dazu:


„Die engere Koordinierung der Akteure Vorpommerns und die Schaffung einer Geschäftsstelle ist vor allem auch eine Unterstützung des Ehrenamtes. Das verkürzt Fahrwege und schafft einen Ansprechpartner vor Ort. Kulturell tut sich jede Menge in Vorpommern. Mit den zusätzlichen Investitionen in unsere Schlösser, Gutshäuser, Museen und Archive sind all diese Maßnahmen eine wirksame Stärkung der regionalen Identität und des Heimatgefühls.“

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. wurde 2015 als Dachverband für Heimatpflege in Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Der Verband widmet sich u.a. den Themen Ortsgeschichte, Volkskultur und Brauchtum, Niederdeutsch, Trachten und Tanz, Musik und Kulturlandschaft. Er gibt u.a. die Schriftenreihe „Stier und Greif. Heimathefte für Mecklenburg-Vorpommern“ heraus.

Parallel zum Heimatverband gibt es mit dem im Jahre 2000 in Greifswald gegründeten Verein "Pommerscher Greif e.V. einen Verein für pommersche Familien- und Ortsgeschichte, der auch die Zeitschrift "POMMERN" herausgibt, sowie die Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst e. V. Die letztgenannte Gesellschaft wurde bereits 1824 durch den Oberpräsidenten der preußischen Provinz Pommern, Johann August Sack, gegründet und verfügt heute mit seinen etwa 300 Mitgliedern in der Abteilung Vorpommern über die stärkste von insgesamt fünf Abteilungen (weitere Abteilungen sind: Berlin, Bonn, Hamburg und München). Auch gibt es für den Bereich Kunst noch den 1916 in Stettin gegründeten Pommerschen Künstlerbund e.V., der heute in Greifswald ansässig ist.


Weitere Informationen zu den pommerschen Vereinigungen: