Montag, 21. Januar 2019

Auftakt für "250 Jahre Ernst Moritz Arndt"

Titel der Auftaktveranstaltung zu "250 Jahre Ernst Moritz Arndt" mit Frank-Otto Sperlich (Foto: K. M. Erben)
Groß Schoritz (KME/PA). In der Arndt-Gesellschaft ging es dieser Tage um „Heimat und Fremde“. Der Maler, Regisseur und Kameramann Frank-Otto Sperlich stellte sein eigenes Heimatgefühl seiner Neugier für das Fremde gegenüber. 
 
Sein Auftraggeber des Jahres 1990 Elf99, eine Jugendsendung des noch existierenden DDR-Fernsehens, machte zum Programm, seinen Zuschauern die Welt in- und außerhalb europäischer Grenzen zu zeigen. Spontan ergriff der Sachse, genauer Zittauer, vor knapp 30 Jahren die Gelegenheit, im fernen, ja exotischen Papua Neuguinea Urvölker vor die Kamera zu holen. Für Frank-Otto Sperlich war dies ein anstrengendes Abenteuer, dem er mit großer Sensibilität für Menschen nachging, die tief in der Steinzeit verwurzelt sind. Seine filmische Dokumentation entfaltete am Samstag, den 20. Januar 2019, in Groß Schoritz vor gut 60 Zuschauerinnen und Zuschauern den Zauber des ersten Kontakts.
 
Etwa 60 Gäste kamen zum Auftakt des Jubiläumsjahres "250 Jahre Ernst Moritz Arndt" (Foto: K. M. Erben)
Zugleich machte der Referent deutlich, was dies alles mit Ernst Moritz Arndt zu tun hat. Wenn Arndt
sich seiner Rügener Heimat erinnerte, schwang sehnsuchtsvoller Schmerz mit. Dieser hatte mit 22 Jahren seine Heimatinsel verlassen. Seinerzeit waren die von ihm bereisten Länder Italien, Frankreich, Böhmen und der Balkan ferne Gegenden, die einem Vorpommern neue Sichten für sein Leben vermittelten. Als besonderes Geschenk zum Start in das Jubiläumsjahr „250 Jahre Ernst Moritz Arndt“ brachte der Referent seine handschriftliche Wiedergabe eines Heimatgedichts von Ernst Moritz Arndt mit – ein echter Sperlich!
 

Ein echter Sperlich: Ein Heimatgedicht des Rüganers Ernst Moritz Arndt (Foto: K. M. Erben)