Mittwoch, 30. Januar 2019

Modernisierung in Kösliner Parkanlage geplant

Wirtschaftsminister Harry Glawe (Foto: Pressestelle Wirtschaftsministerium M-V)
Köslin (PA). Das pommersche Köslin und das mecklenburgische Neubrandenburg setzen derzeit ein gemeinsames Projekt der seit 1987 bestehenden Partnerschaft um. Dabei geht es um zwei historische Parkanlagen: Den Neubrandenburger Kulturpark und die Kösliner Parkanlagen. Beide sollen als Orte der Begegnung und des gemeinsamen Dialogs ausgebaut werden. 
Ziel beider Städte ist es,  ihre stadtnahen Parkanlagen zu erhalten, zu schützen und behutsam zu modernisieren. Die wertvollen gartengeschichtlich und kulturhistorisch bedeutenden Anlagen sollen nun den heutigen Nutzungsansprüchen angepasst werden.

Die Parkanlage in Köslin hat eine wechselvolle Geschichte. Zunächst als Wallanlagen bekannt geworden, verband man mit ihr u.a. den Schloßteich mit seiner Schwaneninsel, einen Brunnen sowie die Wallpromenade. Initiert soll die Anlage einst durch die Präsidentschaft (1834–1852) des Regierungsbezirkes Köslin von August Ludwig Leopold von Fritsche (1780-1855) worden sein. Ihre endgültige Gestaltung erfuhr die Parkanlage jedoch erst Anfang der 30er Jahre. Heute wird sie auch als "Park der pommerschen Herzöge" bezeichnet. Die Anlage verfügt über etwa 124 verschiedene Arten von Gehölzen. Das Ziel der angestrebten Neugestaltung verbindet sich jedoch mit den Bühnen im denkmalgeschützten Park. Sie sollen umgebaut und modernisiert werden. So ist u.a. die Neuausstattung mit einer Beleuchtungs- und Tonsteuerung vorgesehen.

Da beide Partnerstädte in Bezug auf ihre wirtschaftliche Bedeutung, der infrastrukturellen Ausstattung und der Bedeutung des Tourismus viele Gemeinsamkeiten aufweisen, wurden - wie Witschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte - gemeinsame Überlegungen angestellt, wie die Standortattraktivität erhöht und weitere Tourismuspotenziale gehoben werden könnten. Harry Glawe dazu:

"Mit dem Ausbau der touristischen Infrastruktur soll von dem Projekt eine fördernde Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgehen und so ein Beitrag zur Schaffung besserer Lebensbedingungen in beiden Regionen geleistet werden“

Die Förderung dafür kommt aus soll aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kommen und ist Teil der sogenannten "europäischen Kohäsionspolitik". 

Das Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Umgesetzt wird das Interreg-Programm in Vor- und Hinterpommern sowie in den brandenburgischen Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

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