Montag, 18. Februar 2019

Gestrandeter Seeadler bei Pansevitz gerettet

Der Seeadler von Pansevitz (Foto: GBI)
Pansevitz (PA). Am vergangenen Sonntag, den 17.02.2019, entdeckten Dreschvitzer Tierschützerinnen einen verletzten Seeadler im Pansevitzer Wald. Das Fundgebiet befindet sich in der Nähe von Gingst und wird der Gemeinde Kluis zugeordnet.
Die Annäherung an das Tier, dass auf einem Baumstumpf saß, gelang bis auf wenige Meter. Doch was nun? Nachdem sich die Tierschützerinnen bei einem Adlerexperten aus der Auffangstation für verletzte Wildvögel in Papendorf rückversichert hatten und Informationen erhielten, konnte das verletzte und verstörte Tier eingefangen werden. Ein Obdach fand der Seeadler zunänchst im Stralsunder Zoo.
Alles gut gegangen: Der Seeadler fand erst einmal ein Obdach im Stralsunder Zoo (Foto: GBI)
Unklar ist bislang, wie es zur Verletzung kam. Allerdings ist auch hier ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen. Nach ersten Informationen eines Tierarztes scheint der Gesundheitszustand des Seeadlers so gut zu sein, dass er gerettet ist und vielleicht schon bald wieder in sein ursprüngliches Gebiet gebracht werden kann. Siegbert Geiz, Sprecher der Gingster Bürgerinitiative dazu:

„Wir von der Bürgerinitiative Gingst - Für eine intakte Natur möchten den Adler besendern lassen, damit immer klar ist, wo der Seeadler sich aufhält. Wir hoffen, dass er sich mit dem zweiten Seeadler hier bei uns im Pansevitzer Wald wie im letzten Jahr bald fortpflanzt.“ 
 
Vielleicht schon bald wieder über der Insel unterwegs: Der Seeadler von Pansevitz (Foto: GBI)
Seeadler finden an der pommerschen Küste ein idealen Lebensraum. Mit ihren Bodden- und Küstengewässern bieten sie den Raubvögeln hervorragende Jagdgründe mit Fisch- und Vogelreichtum sowie Rückzugsmöglichkeiten. Seeadler haben Flügelspannweiten bis zu 2,4 Metern und können ein Gewicht zwischen 5,5 kg (Männchen) und 7,0 kg (Weibchen) erreichen. Im Bereich des Nationalparkes Vorpommersche Boddenlandschaft sollen zeitweise zwischen 50 und 150 Seeadlern überwintern.