Sonntag, 3. Februar 2019

TV-Tipp: "Strandleben..."

Strandleben in Sellin um 1930 (Foto: © ZDF/Radio Bremen/Hans Knospe)
Rügen (RFA). Ein Streifzug durch die Geschichte der deutschen Seebäder kann eine unterhaltende Zeitreise versprechen. Erst recht an der Ostseeküste, wo mit Heiligendamm sogar das erste deutsche Seebad entstand. Doch auch an der pommerschen Küste gibt es viel zu entdecken.

Und so führt die Serie "Die Geschichte der deutschen Seebäder" die Filmemacher Reinhard Joksch und Eckart Granitza natürlich auch auf die Insel Rügen, wo sich gleich vier Phase der Entwicklung der Seebäder entdecken lassen. Diese spiegeln sich vor allem in ihrer Architektur. Und so entstehen neben Badehäusern auch prächtige und verspielte Villen, die den Status ihrer Besitzer repräsentieren sollen. Die aus verschiedenen Baustilen bestehende Architektur wird dabei heute gerne als  Bäderarchitektur zusammengefasst und lässt sich noch überall an der pommerschen Küste bestaunen.

Dabei spiegelt sich auch deutscher Geschichte: Vom Einfluss des Kaiserreich bis zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR).Dabei liegen Schönheit und Verfall am Ende dicht nebeneinander. Nur für den Abriss fehlte es zum Glück am Geld. Und so werden nach der Deutschen Einheit vieler der Perlen vergangener Zeiten wieder aufpoliert und können im alten Glanz erstrahlen.

Davon erzählt auch dieser zweite Teil der Dokumentation zur Geschichte der deutschen Seebäder. Dabei beleuchtet der Filmstreifen mit historischem Material - u.a. vom Fotografen Hans Knospe  (*1899 – †1999) - auch den Wandel über 200 Jahre: Von der Architektur, über die Mode, bis hin zu den Benimm- und Baderegeln. Alles ändert sich! So entstehen auch ganz eigene Berufe - wie der Bademeister, der Strandfotograf oder der Strandkorbflechter.

Die Zeitreise startet am Mittwoch, den 20. Februar 2019, um 14.05 Uhr im 3sat-Fernsehen.

Ankunft eines Doppeldeckers am Strand von Sellin (Foto: © ZDF/Radio Bremen/Hans Knospe)