Samstag, 16. März 2019

Anfrage an Kreisverwaltung zu Baumfällungen auf Rügen

Landratsamt des Landkreises Vorpommern-Rügen in Stralsund

Stralsund (PA). Nach den massiven Fällungen der letzten Monate auf der Insel Rügen - u.a. im Bereich Prora, im Nationalpark Jasmund und an der Bundestraße B96 - die mit der "Verkehrssicherung" begründet wurden, gibt es nun eine Anfrage der Kreistagsfraktion B’90/Die Grünen dazu.

Inhaltlich geht es dabei beispielsweise darum, wieviele Alleenbäume 2017 / 2018 gefällt bzw. neu angepflanzt wurden und wieviele Bäume im Zuge der "Verkehrssicherheit" gefällt wurden. Ferner wird thematisiert, wer die Entscheidungen für Baumfällungen aus Gründen der "Verkehrsicherheit" fällt. In dem Fragenkatalog dürfte vor allem die letzte Antwort der Kreisverwaltung auf die insgesamt 16 Fragenkomplexe von Interesse sein:

"16. Liegen der Kreisverwaltung Informationen vor, ob Bäume, die bis zu 2 Baumlängen von Kreis- und/oder Bundesstraßen entfernt sind, auf Anweisung gefällt werden (müssen)? In welcher Art und Weise werden diese Anweisungen ausgesprochen? Wie wird gewährleistet, dass Waldbesitzern und -pächtern ausreichend Zeit und Möglichkeit für einen Widerspruch gegeben wird?"

Dieser Fragenkomplex bezieht sich u.a auf die Fällungen im Nationalpark Jasmund. Hier sollen insgesamt etwa 40 Hektar Wald gefällt werden. Ein Teil der Fällungen erfolgt direkt an der Landesstraße 303 (zwischen Sassnitz und Hagen). Wie der Rüganer Sebastian van Schie dazu sagte, hat die Kreistagsfraktion von B’90/Die Grünen mit dieser ufangreichen Anfrage an die pommersche Kreisverwaltung gebeten, die Baumfällungen zu begründen und vor allem die daraus resultierenden Ausgleichsmaßnahmen umfangreich zu erläutern. Mit der Anfrage greift die Kreistagsfraktion den wachsenden Unmut vieler Rüganer über die massiven Fällungen der letzten Monate auf. Diese wurden auch von verschiedenen Bürgerinitiativen mehrfach öffentlich gemacht und kritisiert.