Donnerstag, 25. April 2019

200 Jahre Forstwirtschaft in und um Stralsund

Förster vor einer alten Esche (Foto: H. Knänchen)
Stralsund (PA). Am Montag, den 6. Mai 2019, wird der Diplomforstingenieur Peter Krüger aus Niepars um 17.30 Uhr einen Vortrag im Festsaal des Wulflamhauses (Alter Markt 5) halten. Dabei soll es um die 200-jährige Forsttradition in und um Stralsund gehen.

Zu fällen einen starken Baum,
braucht´s eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenkt das, ein Jahrhundert!
(Verfasser unbekannt)

Raubbau und Krieg führten zur Überbeanspruchung der Wälder. Die so entstandene Holznot zwang die Besitzer vor etwa 300 Jahren dazu, zum Schutz der Wälder Personal einzusetzen. Schließlich mussten die zerstörten Wälder neu aufgeforstet, gepflegt und geschützt werden. Erste Anfänge einer pommerschen Forstwirtschaft gab es schon, als man die Region als Schwedisch-Pommern bezeichnete. Doch erst mit dem Wiener Kongress und der Zugehörigkeit zu Preußen (1815) begann die planmäßige Entwicklung einer geordneten Forstwirtschaft.

Heute zeigen zahlreiche Meinungsumfragen, dass die Wertschätzung des Waldes in Deutschland bemerkenswert hoch ist. Dabei sind den Deutschen durchaus die Leistungen des Waldes als Quelle der vielfältigen Schutzfunktionen und der Erholung sowie der Wertschöpfung durch Holzproduktion bekannt. Unbekannt ist dagegen, wer die Forstleute waren, die unsere Wälder, wie wir sie heute kennen, geschaffen haben.

Der Bildervortrag wird am Beispiel hervorragender Förster, Spezialisten und Waldarbeiter zeigen, wie in den vergangenen 200 Jahren der Wald in der Region Stralsund trotz mancher Rückschläge nachhaltig leistungsfähig und gesund entwickelt wurde. Er ist auch ein Dankeschön für die erfolgreiche und zukunftsorientierte Arbeit am Wald. 
Einlass ist ab 17.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 8,- EUR.