Mittwoch, 3. April 2019

DDR-Vergangenheit der Kirche wird aufgearbeitet

Die Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises stimmt ab. (Foto: kirche-mv.de / Daniel Vogel)
Züssow (PA). Am vergangenen Wochenende tagte die Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) in Züssow. Neben dem zentralen Thema, der Zukunft der Ortsgemeinden, stand auch das Projekt „Die DDR-Vergangenheit der Nordkirche“ auf der Tagesordnung.

Um die Erforschung der DDR-Vergangenheit sicher zu stellen, stimmte die Synode einer finanziellen Beteiligung an der landeskirchlichen Projektpfarrstelle zu. Ziel ist es bis 2022 die „Geschichte der Evangelischen Landeskirche Greifswald zwischen 1970 und 1990“ aufzuarbeiten. Im Ergebnis des dreijährigen Forschungsprojektes soll so vor allem eine gleichermaßen quellengestützte, problemorientierte und chronologisch-sachkritische Darstellung der Landeskirchengeschichte in Buchform entstehen. Nach den vorliegenden Informationen könnte das Werk am Ende einen Umfang von etwa 380 Seiten haben. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass ein tiefenscharfes Bild der komplexen pommerschen Landeskirchengeschichte für den Zeitraum von etwa 20 Jahren gezeichnet werden kann. 

Das Konzept für die „Geschichte der Evangelischen Landeskirche Greifswald zwischen 1970 und 1990“ wurde durch Pastor Dr. Irmfried Garbe erarbeitet. Er ist Kirchenhistoriker und derzeit Pastor in Dersekow. Vorgesehen ist, Irmfried Garbe mit der Durchführung des Projektes zu beauftragen. Außerdem wurde zum Projekt der Vorschlag an die Kirchenleitung herangetragen, die Einrichtung eines Projektbeirats zu veranlassen. Er soll die Forschungsarbeit begleitet.

Zudem verabschiedete sich Bischof Abromeit von der Kirchenkreissynode:

„Seit siebzehneinhalb Jahren bin ich Bischof in Greifswald und dies wird die letzte pommersche Synode sein, an der ich als Bischof teilnehme. Zwar endet meine Amtszeit erst Ende September und das heißt, ich bin noch sechs Monate im Amt, aber bis dahin findet ja voraussichtlich keine Kreissynode mehr statt und deswegen nutze ich diese Gelegenheit, um mich von der Kreissynode zu verabschieden“