Donnerstag, 27. Juni 2019

Bis auf die Spitze: Dach der Jakobikirche saniert

Über den Dächern der pommerschen Hansestadt Greifswald (v.r.n.l.): Pastor Michael Mahlburg, Architekt Ulf-Gernot Kirmis und Gunther Kirmis während der Installation des Wetterhahns(Foto: PEK / Sebastian Kühl)
Greifswald (PA). Historischer Moment in der pommerschen Hansesstadt Greifswald: Mit der Befestigung der Kugel und dem vergoldeten Hahn auf der Turmspitze des Kirchturmdaches der Greifswalder Jacobikirche finden die Sanierungsarbeiten (wir berichteten) ihren Abschluß.

Am heutigen Donnerstag, den 17. Juni 2019, hat der Wind schon früh über dem Greifswalder Bodden aufgefrischt und sorgt für eine lang erhoffte Abkühlung bei den tropischen Temperaturen der letzten Tage. Auch in luftiger Höhe von 53 Metern pfeift der Wind noch immer kräftig. Auf der Rüstung stehen zu diesem besonderen Abschluß der Sanierungsarbeiten auch Pastor Michael Mahlburg,  Architekt Ulf-Gernot Kirmis und Gunther Kirmis, früherer Leiter des kirchlichen Bauamts der Pommerschen Evangelischen Kirche (PEK). Letzgenannter war bereits in den 1960er Jahren an der Sanierung des Kirchturms beteiligt, nachdem ein ursprünglich vorhandener Fachwerkaufsatz im Jahr 1955 einem Brand zum Opfer gefallen war. Und so wollte sich Gunther Kirmis nicht nehmen lassen, gemeinsam mit seinem Sohn Ulf-Gernot Kirmis die Vollendung der Kirchturmdachsanierung aus nächster Nähe mitzuerleben.

Die goldene Kugel mit dem Wetterhahn ist ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich um eine pommersche evangelische Kirche handelt. Doch die goldglänzende Kugel unterhalb des Wetterhahns hat auch eine weitere Funktion: Sie ist eine Zeitkapsel. In ihr befinden sich Erinnerungstücke - wie beispielsweise ein Gemeindebrief, ein Bericht über die Kirchengemeinde, Münzen und eine aktuelle Tageszeitung. In diesem Moment gibt Pastor Michael Mahlburg auch Zuversicht:

„Wir gehen davon aus, dass das Dach nun die nächsten 200 Jahre hält."

Allerdings wird die Instandsetzung des Mauerwerks dann doch noch einige Monate bedürfen. Insgesamt, so  Mahlburg, koste die Sanierung des Kirchturms rund 900.000 Euro. Erst einmal kann nun aber das Gerüst rund um die Turmspitze entfernt und das neue Kupferdach mit dem goldenen Wetterhahn wird weithin sichtbar werden.

Weitere Informationen zum Pommerschen Eveangelischen Kirchenkreis (PEK)