Donnerstag, 15. August 2019

Besuch im zukünftigen "Ernst-Moritz-Arndt-Park"

Ein zentraler Gedenkstein erinnert an die Jugendzeit Arndts in Löbnitz
Löbnitz (PA). Löbnitz, dass 1319 erstmalig urkundlich erwähnt worden sein soll, feiert an diesem Wochenende sein 700. Jubiläum mit einem Dorffest. Auch der Park wurde in den letzten Wochen dafür tüchtig herausgeputzt. Schließlich gibt es noch ein weiteres Jubiläum, welches in diesem Jahr in Vorpommern gefeiert wird: Vor (noch nicht ganz) 250 Jahren erblickte der Rüganer Ernst Moritz Arndt das Licht der Welt.

Einladende Bänke am Teich des alten Parks
Was ihn mit Lönnitz verbindet? Nachdem das Gut 1787 in den Besitz der Familie zu Putbus kam, pachtete Ernst Moritz Arndts Vater dieses von 1787 bis 1805. So kam es, dass der bis heute wohl populärste Rüganer und Pommer hier einige Jahre seiner Jugend verbrachte. Zum Glück möchte man sagen, denn so fand auch "Die alte Burg bei Löbnitz" Eingang in die "Märchen und Jugenderinnerungen" Arndts. An diese Zeit soll jedoch schon bald mehr als nur ein Gedenkstein im Löbnitzer Gutspark erinnern.

Noch ist der Eingangsbereich des zukünftigen "Ernst-Moritz-Arndt-Parks" verhüllt
Ab Sonntag um 11.00 Uhr soll der Gutspark offiziell den Namen "Ernst-Moritz-Arndt-Park" tragen. Dem Rüganer, der eine tiefe Verbindung zu Bäumen und zur Natur hatte, hätte diese Ehrung ganz sicher gefallen. Es ist nur eine von vielen Ehrungen, die anläßlich des Jubiläums "250 Jahre Ernst Moritz Arndt", stattfinden. Erst im letzten Monat wurde eine Arndt-Stele am Fähranleger Glewitz enthüllt und zeugt als weithin sichtbare Landmarke ebenfalls von der Verbundenheit seiner pommersche Landsleute zum Dichter und Freiheitskämpfer, der sich sowohl gegen die Leibeigenschaft als auch gegen die französiche Fremdherrschaft auflehnte. 

Gutshaus am Langenhanshäger Bach im Park
Dem Trubel des Wochenendes zum Trotz hat sich ein kürzlich durchgeführter Besuch im Park von Löbnitz bereits gelohnt. Das Auto kann man gleich gegenüber am sogenannten "Storchenhaus" parken. Nun sind es nur noch wenige Schritte bis zum Eingang. Wer den Eingangsbereich durchschritten hat, trifft zunächst auf den bereits erwähnten Gedenkstein. Kurz darauf nimmt man den von Bäumen flankierten Teich wahr, an dem Bänke zum Verweilen einladen. Rechter Hand grüßt bereits aus der Ferne das alte Gutshaus Löbnitz am Langenhanshäger Bach. Beide, Gutshaus und Parkanlage, sollen zur Zeit des Grafen von Schwerin entstanden sein. 

Am sogenannten "Storchenhaus" (mit Storch oben links) kann man gut parken
Alles macht einen durchweg gepflegten Eindruck. Den Löbnitzern und ihren Gästen, die den Ort und seine besondere Geschichte feiern, bleibt nur ein schönes Fest mit viel Sonnenschein zu wünschen, an das sie sich später gerne erinnern.

Vom 16. bis 18. August 2019 wird das Dorffest zum 700-jährigen Jubiläum von Löbnitz auf dem Sportplatz von Redebas gefeiert. Hier ein Auszug aus dem Festprogramm:

Freitag, 
17.30 Uhr: Eröffnung
18.30 Uhr: Tonnenabschlagen
im Anschluss: Tanz im Festzelt

Sonnabend 
11.00 Uhr: Dorffest auf dem Sportplatz von Redebas
14.45 Uhr: Kinderfeuerwehr und  Freiwillige Feuerwehr Barth mit Drehleiter vor Ort
16.00 Uhr: Dr. Gerd Albrecht zur Geschichte des Ortes
20.00 Uhr: Linedance
 
Sonntag 
11.00 Uhr: Löbnitzer Gutspark wird in "Ernst Moritz Arndt Park" umbenannt. 
Dr. Gerd Albrecht hält einen Vortrag zum Leben und Wirken des Schriftstellers.

An allen drei Festtagen erfolgen verschiedene Veranstaltungen, wie Schmiedemeisterschaft und Holzschnitzen für Kinder, auf den Höfen der Künstler Wolfgang Holzhauer (Kindshagen) und Lucas Drechsler (Löbnitz)