Donnerstag, 1. August 2019

Ministerpräsidentin Schwesig in Stettin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Marschall Olgierd Geblewicz
Stettin (PA). Das man es an der Oder mit einer schwierigen Geschichte zu tun hat, steht in der Politik wohl außer Frage. Die Geschichte von Stettin steht dabei als Beispiel. Dies, so Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), schließe jedoch nicht aus Freunde im geeinten Europa zu sein.

Anlaß war der Besuch der Ministerpräsidentin in Stettin bei der sie von Vertretern der Wirtschaft, Politik und weiterer Institutionen in die Odermetropole begleitet wurde. Dabei setzte die Ministerpräsidentin diplomatische Akzente als sie an den Warschauer Aufstand vor 75 Jahren erinnerte. Und zog das Fazit: 

„Gerade vor diesem Hintergrund ist es ein besonderes Zeichen für mich, dass wir diesen Tag gemeinsam verbringen. Es ist ein Zeichen dafür, dass es gelungen ist, in unserer gemeinsamen Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen ein neues, friedliches Kapitel aufzuschlagen.“ 

Als Grundlage für das heutige Handeln sah sie gemeinsame Werte, wie Freiheit und Demokratie an, die es zu bewahren gelte. Diese wären auch Grundlage dafür, dass sich im Umfeld von Stettin ein lebendiges Netzwerk von Partnern dies und jenseits der Oder entwickelt hätte, bei dem Kommunen, Vereine und die Wirtschaft zusammen arbeiten würden. Die Projekte reichten von den Kindertagesstätten, über die Schulen bis hin zur Gesundheitsversorgung. Schwesig dazu: 

„Vieles, das am Anfang noch ungewohnt war, ist inzwischen selbstverständlich: polnische Ärzte auf deutscher Seite, die sich in der Uecker-Randow-Region niedergelassen haben und zur Arbeit über die Grenze pendeln, Deutsche, die die Angebote der Großstadt nutzen – zum Einkauf oder für ein Konzerterlebnis in der Philharmonie.“  

Begleitet wurde die Regierungschefin bei ihrem Besuch in Stettin vom Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann (SPD) sowie einer Delegation aus Wirtschaftsvertretern und Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern. 

Der Parlamentarische Staatssekretär hob im Zusammenhang mit dem Besuch an der Oder auch die Bedeutung der Anfang Juli 2019 eingerichteten gemeinsamen Geschäftsstelle der Metropolregion Stettin hervor, die einer Vertiefung der Zusammenarbeit dienen solle. Dahlemann dazu:

„Die Entfaltung der Metropolregion Stettin bietet Chancen für beide Seiten, damit Wirtschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft noch enger zusammenarbeiten können. Die Geschäftsstelle stellt einen wichtigen Anlaufpunkt für das Zusammenwachsen der Region dar.“ 

Zuvor trafen sich Schwesig und der Marschall Westpommerns Olgierd Geblewicz zu ihrem turnusmäßigen Arbeitsgespräch. Anschließend besuchten sie das Dialogzentrum Umbrüche.