Freitag, 20. September 2019

Kein Bau einer Marina in Prora

Binzer Bürger und Rüganer bei der Vorstellung des Projektes Segelsporthafen Prora im Jahr 2017
Binz (PA). In der Binzer Gemeindevertretersitzung vom Donnerstag, den 19. September 2019, wurde der Beschluß zur Aufhebung der Weiterverfolgung der Maßnahme zum Bau einer Marina bzw. eines Wasserwanderplatzes in Prora beschloßen. 
 Der Antrag dafür wurde zuvor von den Fraktionen "aus der Mitte" und "Bürger für Binz" sowie durch den Abgeordneten Siegfried Klein (AfD) eingebracht. Begründet wurde dies u.a. mit dem dafür notwendigen Bau eines massiven Molenbauwerks, welches zudem erhebliche negative Auswirkungen auf die Qualität des Badestrandes, den sensiblen und schutzbedürftigen Naturraum, den Küstenschutz, die Sichtbarkeit von Saßnitz und die Kreidefelsen sowie auf die Strömungs- und Sedimentverhältnisse hätte.

Zudem wurde auch die Höhe der Investitionskosten als weder absehbar noch kalkulierbar von den Antragstellern angesehen und u.a. als nicht vertretbar in Anbetracht anstehenden gemeindlichen Aufgaben beurteilt. Allerdings soll die Studie, die z. T. aus Landesmitteln finanziert werde, davon unabhängig zu Ende geführt werden, um die entsprechenden Ergebnisse zu haben.

Weiterführende Beiträge: 
"Steuergelder investieren, Gewinne privatisieren?" (23. September 2017)
"Offene Fragen zum Segelsporthafen in Prora" (15. Oktober 2017)