Dienstag, 10. September 2019

Stettin von oben (2)


Stettin (PA). Alte Postkarten, alte Luftbilder können noch immer eine gewisse Faszination ausüben. Man kann sich der Wirkung aus der Vogelperspektive dabei kaum entziehen. Grund genug einmal einen Blick von oben auf die Mutter aller pommerschen Städte - Stettin - zu werfen.

Wir haben dieses Mal eine Fliegeransicht, bei der sich der Flieger im Anflug aus westlicher Richtung auf die Jakobikirche befindet. Die Spitze der Jakobikirche weist dabei auf die bereits beim ersten Fliegerbild (Teil 1 unserer Serie) erwähnte "Schlächterwiese". Links des Kirchturmes läßt sich deutlich das "Königliche Schloß" bzw. die auch als "Schloß der pommerschen Herzöge" bekannte Anlage (auch bereits erwähnt) erkennen. Deutlich erkennbar in Richtung Oder ist zudem wieder die markante "Baumbrücke".

Zwischen "Schloß" und "Baumbrücke" zeichnet sich die bereits beim letzten Mal angesprochene "Frauenstraße" ab. Die Straßenführung nimmt dabei eine deutliche Biegung, die am "Alten Rathaus" beginnt und sich ab dem "Heumarkt" über den "Reifschlag" zur "Breiten Straße" wendet, welche sich direkt mit dem Straßenzug rechts der Jakobikirche auf dem Foto abzeichnet. Links der Jakobikirche, die diese mit ihrem Straßenzug also auf der anderen Seite einhegt, befindet sich die "Mönchenstraße". Der "Kohlmarkt", auf die die "Mönchenstraße" in Richtung Oder zustrebt, wird leider von der Jakobikirche verdeckt.

Ebenfalls nicht zu sehen ist das "Berliner Tor". Dieser Überrest der alten Stettiner Festungsanlage, der heute fälschlicherweise oft auch ahistorisch als "Hafentor" bezeichnet wird, würde sich hinter dem linken Bildrand befinden. Der geografische Orientierungspunkt wäre praktisch der Zielpunkt auf den die "Mönchenstraße" und die "Breite Straße" in etwa zulaufen.

Stettin von oben:1.) Im Anflug auf die Oder mit der Baumbrücke / 2.) Anflug auf die Jakobikirche / 3.) Faszination der Hakenterasse als städtebauliches Element an der Oder /