Sonntag, 22. Dezember 2019

Mein Sonntag in Saßnitz

Aufrag für die Stadtvertreter: Genauer hinter die Mauern des Rathauses schauen!
Liebe Saßnitzer,
das Weihnachtsfest steht vor der Tür und wer noch einige Geschenke verteilen möchte, der greift vielleicht noch mal etwas tiefer in die Tasche. So ging es wohl auch Bürgermeister Frank Kracht mit dem Neubau einer Turnhalle. Doch daraus wurde nun erst einmal nichts. Zwar macht schenken Freude, aber man sollte auch das Geld dafür haben!

Und hier scheint der "Hase im Pfeffer" zu liegen (...nicht nur in Saßnitz). Erst wird nicht genug Geld für die Instandhaltung (siehe Turnhalle Bergstraße) ausgegeben, es entsteht ein Sanierungsrückstau und schließlich ist es so marode, dass man gerne die "Schandflecken" abreißt und mit Fördergeldern einen Ersatz neu baut. Wirtschaftlich ist das natürlich nicht!

Aber was heißt schon wirtschaftlich? Eine kluge Gemeinde plant in Zeiten des Bau-Booms und baut wenn Bau-Unternehmen eine schlechte Auftragslage haben - also immer gegen den allgemeinen Trend, um die Kosten im Rahmen zu halten. 

Doch was heißt schon Kosten im Rahmen halten? Beim Umbau der Regionalschule hat man intakte Bauteile abgerissen, kostenintensive Bauteile bevorzugt und großzügig verbaut. Verlassen soll man sich dabei u.a. auf Zusagen aus Städtebaufördermitteln haben (wie nun auch wieder bei der Sanierung der Grundschule), die jedoch versagt wurden und die die Stadt Saßnitz letztlich aus der eigenen Tasche bezahlen muss. Komisch nur: Es war bekannt.

Das die Mehrheit der neu gewählten Stadtvertretung nun also auf die Bremse getreten hat, ist verständlich und ein Zeichen dafür, dass sie sich durchaus der Verantwortung bewusst ist. Dies wurde auch schon beim Tierpark deutlich, als Kosten auf Inititiative (aus der neuen Stadtvertretung!) reduziert wurden, indem man den Zweck in den Vordergrund rückte. Allerdings dürfte hier auch eine Schwachstelle (K.) in der Verwaltung deutlich geworden sein, die man nun stärker im Blick haben sollte. 

Doch bleiben wir bei den Kosten und der Effizienz der Verwaltung. Das Beispiel Binz zeigt, dass auch hier genauer hingeschaut werden sollte: Wie sieht es mit der Krankenquote in der Verwaltung aus? Woraus resultiert sie? Und: Ist die Arbeitsfähigkeit noch gegeben? Da die Verwaltung die Beschlüsse der Stadtvertreter umsetzen soll, ist dies eine sehr wichtige Frage. Zudem: Es müssen auch die finanziellen Rahmenbedingungen klar sein. In diesem Bezug tappt wohl noch mancher "im Dunkeln" (vielleicht verteht man in der Verwaltung an einigen Stellen ja doch was "vom Mauern"?). 

Stimmen in der Stadt meinen bereits, dass Saßnitz die eigentliche Bescherung nicht zu Weihnachten sondern erst im neuen Jahr bevor steht. Wie die aussehen könnte? Am Besten spricht man die Dinge wieder in einer geschlossenen Sitzung aus und "vergattert" die Anwesenden zum Stillschweigen. Dann wissen alle, dass sie am kommenden Tag die Wasser-Prawda kaufen müssen. Mögliche Schlagzeile? "Saßnitz is pl..." Alternative? Der Bürgermeister lässt die Flaggen auf Halbmast ziehen... Das hätte er auch schon für die Turnhalle Dwasieden machen können...

Einen schönen 4. Advent wünscht 
Fiete
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