Sonntag, 1. Dezember 2019

Mein Sonntag in Saßnitz


Liebe Saßnitzer,
mit einem kalten Luftzug, der sogar "Eisblumen" auf die Frontscheiben der Autos zauberte und einige heute wieder an ihren Scheiben kratzen ließ, hat sich der Dezember bei uns eingestellt. Noch leicht in einen sich lichtenden Nebel gehüllt, der bisweilen Regentropfen auf die leicht überfrorenen Fahrbahnen schickte, erwacht nun also langsam unsere Insel an diesem ersten Advent.

Man möchte sagen: "Er kann kommen!" Denn schließlich hat der Rügen-Platz schon seinen Weihnachtsbaum erhalten und die kleinen Bürger unserer Heimatstadt haben ihn bereits mit gebastelten Sternen und Kugeln versehen. Seit Montag dieser Woche hat nun wieder das Nikolausbüro seine Türen geöffnet. Täglich zwischen 16.00 und 18.30 Uhr kann nun im Glasbahnhof geputzte Stiefel mit Spielzeug abgegeben werden, welches hoffentlich noch anderen Kindern Freude machen wird und so manchen Wunsch, der heimlich gehegt wurde, vielleicht in Erfüllung gehen lässt. Immerhin: Es sind ja nur noch wenige Tage bis der Nikolaus am Freitag, den 6. Dezember, um 16.30 Uhr in den Hafen einfährt und unser Eiland betritt.

Wünsche dürfte es ebenfalls zum immer näher rückenden Fest geben: Sicher gibt es dabei große und kleine Begehrlichkeiten. Oder: ...zumindest die Hoffnung, dass sich einiges in Saßnitz ändert. Was könnte auf dem Wunschzettel stehen? Die Bürger könnten sich intakte Straßen und Wege wünschen (oft versprochen, wartet dieser Wunsch noch auf Einlösung). Die Arbeitsgruppe "Tierpark", die wieder ins Leben gerufen wurde und die Neugestatung kompetent begleiten soll, würde sich sicher über mehr Informationen freuen (Wie soll sie sonst beraten?). Die Mitglieder des Finanzausschusses würden sich sicher über die Genehmigung der Nachtragshaushalte freuen (Sonst kann man ja nicht weiterarbeiten...). Doch hier sollten unsere Bürgervertreter auch noch einmal genauer hinschauen! 

Wie steht es wirklich um die Finanzen unserer Heimatstadt? Kontrolle ist sicher besser. Nicht das man plötzlich aus Wünschen und Träumen gerissen wird, weil eine "Konsolidierung" der Finanzen ansteht... Gründe gäbe es ohnehin genug, mal die geplanten Investitionen auf den Prüfstand zu stellen. Ja ist denn wirklich alles in diesem Umfang notwendig? Und: Was wäre wirklich dringend zu lösen? Dabei darf schon mal das eine oder andere Bauprojekt - wie die Regionalschule (Was sollte es die Stadt kosten? Und: Was hat es am Ende gekostet und warum?) - unter die Lupe genommen werden...

Einen schönen 1. Advent wünscht 
Euer Fiete