Dienstag, 17. Dezember 2019

Weiße Weihnacht: Stralsunder Forscher in der Antarktis

Wie kommunizieren Pinguine? "Hearing in Penguins" sucht Antworten (Foto: Michaël Beaulieu/Deutsches Meeresmuseum)
Stralsund (PA). Vor etwa mehr als 60 Jahren wurde am 1. Januar 1959 der sogenannte "Antarktis-Vertrag" unterzeichnet. Er gilt als Übereinkunft von 12 Vertragsstaaten, die völkerrechtlich verbindlich erklärten, dass die Antarktis zwischen dem 60. und 90. Grad südlicher Breite ausschließlich der friedlichen Nutzung - insbesondere der wissenschaftlichen Forschung - vorbehalten bleibt.

Zwei der Wissenschaftler, die derzeit Untersuchungen auf dem Kontinent Antartika durchführen, sind in diesen Tagen für das Deutsche Meeresmuseum tätig. Neben Doktorandin Helen Rößler ist auch Dr. Michaël Beaulieu am 1. November 2019 zu einer dreimonatige Expedition aufgebrochen. Sein Ziel ist die Forschungsstation Dumont d‘Urville (Adélieland) im Osten der Antarktis. Die Reise, die vom französischen Polarinstitut unterstützt wird, soll weitere Erkenntnisse über das Fress- und kommunikative Verhalten der Adéliepinguine während ihrer Brutzeit liefern und ist Teil des Forschungsprojektes „Hearing in Penguins“, das bereits im Januar 2018 am Deutschen Meeresmuseum gestartet wurde.

Kolonie von Adéliepinguinen in Adélieland. (Foto: Michaël Beaulieu/Deutsches Meeresmuseum)
Helen Rößler hat es dagegen auf die Antarktische Halbinsel im Westen verschlagen. Hier widmet sie sich der Beobachtung verschiedener Pinguinarten. Dabei geht es vor allem um die Kommunikation der Seevögel "im Frack". Damit knüpft die Wissenschaftlerin an die Ergebnisse einer Expedition ihres Kollegen Dr. Beaulieus Ende 2018 an. Nicht bekannt ist, ob die Pinguine das Lied "Stille Nacht, heilge Nacht" kennen. In jedem Falle dürften die Wissenschaftler weiße Weihnachten haben und die Gedanken an sie, werden sie auch in den kommenden Tagen begleiten.

Das Forschungsprojekt „Hearing in Penguins“ wird vom Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Im Südpolarmeer sind Pinguine, aber auch Wale und Robben durch den Antarktis-Vertrag vor Störungen durch Unterwasserschall und anderen menschengemachten Einflüssen zu schützen.

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