Mittwoch, 22. Januar 2020

ARD: Pommerscher Programmdirektor gestorben

Der pommersche Journalist und ehemalige NDR-Programmdirektor Schwarzkopf  (Foto: © ARD/Wolfgang Groeger-Meier)
Stettin / Starnberg (PA). Der pommersche Journalist und Autor Dietrich Schwarzkopf ist am gestrigen Dienstag, den 21. Januar 2020, in Starnberg verstorben. Bekanntheit erlangte er als Programmdirektor des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und des Deutschen Fernsehens.

Der Sohn eines pommerschen Tieraztes wurde am 4. April 1927 in Stolp geboren. Nach dem zweiten Weltkrieg arbeitete er zunächst als Volontär im Preußischen Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem. Von 1946 bis 1950 wurde er dann als Archivar beim Berliner "Tagesspiegel" tätig. Ab 1948 studierte Schwarzkopf Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin bis zum Ersten Juristischen Staatsexamen. Dann unterbrach er sein Studium in Berlin, um Politikwissenschaft und Zeitungswissenschaft an der University of Minnesota (USA) zu studieren. Nach dem Studium wurde er erneut für den "Tagesspiegel" tätig - nun als Redakteur später auch als Bonner Korrespondent. Dabei arbeitete Schwarzkopf schon bald für verschiedene Medien - u.a. auch für den NDR und WDR.

Ab 1962 begann sein Aufstieg in den öffentlich-rechtlichen Medien. Nach der Leitung des Bonner Büros des Deutschlandfunks, folgte 1966 die Tätigkeit als Programmdirektor beim NDR und 1974 als stellvertretender Intendant. 1978 erfolgte dann seine Bestellung zum Programmdirektor des Deutschen Fernsehens in München. Diese Funktion übte er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1992 aus. 

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, sagte zum Tode Schwarzkopfs: 

„Dietrich Schwarzkopf hat sich um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verdient gemacht. Er war von 1978 bis 1992 ein Programmdirektor aus Leidenschaft für das Erste Deutsche Fernsehen und mit dem ARD-Gemeinschaftsprogramm auch darüber hinaus tief verbunden. Diese Leidenschaft war bis zuletzt spürbar. Ein besonderes Anliegen war für Dietrich Schwarzkopf die Ausbildung des journalistischen Nachwuchses, die er bei der Deutschen Journalistenschule in München mit großem Engagement förderte. Die ARD verliert mit Dietrich Schwarzkopf einen feinsinnigen Lenker und Fürsprecher.“
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