Montag, 13. April 2020

Pommersche Umschau: Corona Lagebericht

Nudeln erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit...
Schwerin (PA). Am Freitag, den 11. April 2020, wurde der kürzlich erarbeitete Erlass zur Erteilung von Berufserlaubnissen für Arztausbildungen durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes bekanntgegeben. Hintergrund ist der dringende Bedarf von medizinischen Fachkräften einerseits und die Probleme, die junge deutsche Ärzte haben, die eine Ausbildung an der Pommerschen Medizinischen Unviversität in Stettin erhalten haben, andererseits. 

Das Ministerium teilte dazu mit, dass die qualifiziert ausgebildeten Mediziner im Land gebraucht würden, um die medizinische Versorgung weiter zu verbessern. Betreffen wird der Erlass etwa 65 Absolventen der Stettiner Universität. Durch eine veränderte Auslegung einer EU-Richtinie im letzten Jahr erhielten deutsche Absolventen nicht mehr automatisch ihre Zulassung. Bis eine deutschlandweite Regelung greift, soll nun eine Übergangsregelung in Mecklenburg-Vorpommern gelten. Diese besagt, dass die Berufserlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufs in abhängiger Beschäftigung für zunächst ein Jahr - gegebenenfalls für 13 Monate - in einer ärztlich geleiteten Einrichtung berechtigt. Eine Kenntnisprüfung soll dann das Anerkennungsjahr abschließen. Vergleichbar hatte auch zuvor das Land Brandenburg das Problem gelöst, nachdem Mediziner nicht entsprechend ihrer Qualifikation während der "Corona Krise" eingesetzt werden konnten.

Lagebericht

Stralsund (PA). Für den Landkreis Vorpommern-Rügen liegen derzeit 74 Corona-positiv-Meldungen (Stand: 13. April 2020, 8.00 Uhr) vor. Der Landkreis selbst gibt an, dass von den Betroffenen jedoch mindestens 44 bereits genesen seien. Der aktuelle Stand der gegenwärtig Erkrankten leige bei 28: Insel Rügen: 0, Hansestadt Stralsund: 0, Nordvorpommern: 28.  Damit ist ein deutlich erkennbarer Rückgang der Anzahl der als erkrankt Gemeldeten im Vergleich zur Vorwoche festzustellen. Kontaktaufnahme: Behördennummer Telefon 115 (ohne Vorwahl) / E-Mail: poststelle@lk-vr.de

Stettin (PA). In der Odermetropole und dem östlichen Hinterland liegen gegenwärtig 193 Corona-positiv-Meldungen (Stand: 12. April 2020, 17.00 Uhr) vor. Dem "Corona Virus" werden zudem zwei Sterbefälle zugeordnet. Derzeit werden neue Regeln bei der Organisation der Arbeit für die Notaufnahmen der medizinischen Einrichtungen erarbeitet, dies betrifft auch die Gesundheitsüberprüfung von Personen, die die Einrichtungen betreten dürfen. Die Schließung der Grenzübergänge bei Stettin soll bis mindestens Anfang Mai 2020 fortgesetzt werden.

(Video-Information vom 11. April 2020, Quelle: Binz direkt)

Greifswald (PA). Laut der aktuellen Informationen liegen für den Landkreis Vorpommern-Greifswald gegenwärtig 108 Corona-positiv-Meldungen (Stand: 12.04.2020, 16.00 Uhr) vor. Hier ist der Anstieg in den letzten Tagen weiter gegeben. Derzeit sollen 33 Bürger (Stand: 8.04.2020) genesen sein - der positive Trend setzt sich damit fort. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurde bisher 1 Todesfall dem "Corona Virus" zugeordnet (Stand: 5.04.2020). Kontaktaufnahme: Telefon 03834-8760-2300 / E-Mail: corona@kreis-vg.de.

Stettin (PA). Wie am Freitag bekannt wurde, haben Mediziner einen Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) geschrieben. Die Unterzeichner befürchten dabei um das nachbarschaftliche Verhältnis dies und jenseits der Oder, da es durch "neue Grenzziehungen" beeinträchtigt und langfristig zerstört werden könnte. Hintergrund ist der Einsatz von polnischen Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften, die beispielsweise in Schwedt oder deutschen Arbeitnehmern, die beispielsweise in Stettin arbeiten. Deren Familien sind durch die Grenzschließungen seit Wochen getrennt. 


(Video-Information vom 9. April 2020, Quelle: Stadt Anklam)

Bath (PA). Die Stadt Barth hat ihre Internetseite erweitert. Unter "lokalunterstützen" werden Barther Unternehmen aufgeführt, die Dienstleistungen aufrecht erhalten. Zu ihnen zählen u.a. Gaststätten oder Produzenten, die einen Lieferservice anbieten oder Waren, die zur Selbstabholung angeboten werden, sowie Reparaturen, die trotzdem erledigt werden können. (Link zur Darstellung der Dienstlesitungen der Stadt Barth)

Köslin (PA). Derzeit kommt es immer wieder zu Umgehungen staatlicher Verordnungen, so auch in Köslin. Dort wurden beispielsweise nun Ermittlungen gegen den Besitzer eines Frisörladens aufgenommen. Hintergrund war, dass trotz des offiziellen Schildes "Geschlossen", offensichtlich Kunden bedient worden sind. Bei einer durchgeführten Polizeikontrolle, soll sich sogar noch einer von zwei erst kurz zuvor eingelassenen Kunden auf dem Stuhl des Friseursalons befunden haben.

Stralsund (PA). Die Stralsunder Hafentage sind auf Grund der aktuellen Ereignisse auf den Zeitraum vom 10. bis 13. September verlegt worden. Die Entscheidung zur Verschiebung des maritimen Volksfestes sei notwendig geworden, da gegenwärtig unklar ist, ob eine ordnungsgemäße Durchführung der Hafentage überhaupt möglich und die damit verbundene Ansammlung größerer Menschenmengen vertretbar ist.

Kolberg (PA). Kolberg war zu Ostern kaum wiederzuerkennen: Trotz schönstem Sonnenschein, wirkte das Seebad - ähnlich den Urlauberdomizilen der Inseln Rügen und Usedom - wie ausgestorben. Die Strandzugänge sind mit rot-weißen Flatterbändern abgesperrt, Schilder untersagen den Zugang. Die Strände und Straßen sind komplett verwaist. Die psychatrische Abteilung des Krankenhauses wurde bereits am Sonntag, den 5. April 2020, unter Quarantäne gestellt und 35 Personen - 30 Patienten und 4 medizinische Fachkräfte - auf den "Corona Virus" getestet.

Greifswald (PA). Am Donnerstag, den 9. April 2020, wurde in der Siemensstraße 5 eine Fieberambulanz durch Lankreis und die pommersche Landesuniversität eröffnet. Untersucht werden Patienten, die entweder Symptome wie Husten, Atemnot oder Fieber haben oder die bereits als Covid-19-positiv getestet sind. Öffnungszeiten: Mo. - Fr. von 10 bis 14 Uhr / Sa. von 11 bis 13 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen ist die neue Einrichtung geschlossen. Tel. 03834 – 86 4890.

Pasewalk (PA). Der pommersche Ökumenische Kirchentag findet nicht, wie geplant, am 6. Juni 2020 statt. Darauf hatten sich die Organisatoren bei einer Videokonferenz geeinigt. „Die Corona-Pandemie lässt eine weitere Vorbereitung und Durchführung nicht zu“, teilten Propst Andreas Haerter, Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis, Propst Frank Hoffmann, Katholische Kirche in Vorpommern, das Erzbistum Berlin und Ökumenepastor Matthias Tuve dazu mit.

Auch an diesem Wochenende wurden die Zufahrten zur Insel Rügen über den Rügendamm kontrolliert
https://www.inselreport.de/2019/04/die-hochsten-pommerschen-leuchtturme.html   https://www.inselreport.de/2019/04/die-groten-pommerschen-inseln.html   https://www.inselreport.de/2019/11/die-erfolgreichsten-pommerschen-musiker.html https://www.inselreport.de/2017/10/enders-welt.html   https://www.inselreport.de/2017/10/mythos-stortebeker-2-die-rugenfestspiele.html   https://www.inselreport.de/2018/08/uber-ulrich-muther-seine-mitstreiter.html
https://www.inselreport.de/2019/12/schloss-putbus-zum-wiederaufbau.html   https://www.inselreport.de/2019/10/nord-stream-2-wettlauf-mit-der-zeit.html   https://www.inselreport.de/2018/07/ein-besuch-der-hydrierwerke-politz.html