Sonntag, 24. Mai 2020

Mein Sonntag in Saßnitz


Liebe Saßnitzer,
kaum ist man mal nicht in seiner schönen Heimatstadt, da geht es auch schon drunter und drüber. Erinnern Sie sich noch an den Beitrag der SAS zum 1. April. Wer damals noch lachte, dem dürfte das Lachen längst im Halse stecken geblieben sein. Denn: Nun ist er da! - Der "MNS" (Mund-Nasen-Schutz) im Supermarkt. Wem ging es auch so? Man schaute sich anfangs noch vorsichtig um, wo die versteckte Kamera sei. Aber: Wenn alle zum Masken-Ball gehen, sollte man nicht abseits stehen!  

Nun habe ich mir - das muss ich an dieser Stelle gestehen - kürzlich einen üblen Spaß erlaubt: Ich ziehe seit einigen Tagen statt der "OP-Maske" einen Schlauchschal über. (Der Vorteil? Man steht nie wieder vorm Supermarkt und muß "auf dem Hacken kehrt machen", weil man "oben ohne" nicht rein darf.) Dann setzte ich mir eine Sonnenbrille auf, zog meine Mütze ins Gesicht und stürmte die Tankstelle. Um ein Haar hätte man mir schon dafür, dass ich bei dieser Tankstelle vorbeischaute, noch Geld angeboten. Schocken kann uns ja auch hier nichts mehr, seit wir aus den Nachrichten wissen, dass man an der New Yorker Börse für den Kauf von einem Faß Öl statt zu bezahlen, 37 Dollar dazu bekam. Und das "Corona-Fieber"? Das ist längst in der Politik angekommen...


Und weil die Politiker nun unseren gesamten Alltag (für jedes Alter!) regeln wollen, hier nun ein paar Fragen, die wahrscheinlich nur noch Politiker beantworten können:
1.) Wie flirtet man zu Corona-Zeiten? 
Zugegeben, das wäre früher eine Frage bei Dr. Sommer oder heute bei "Wer wird Millionär" (und da wahrscheinlich auch nur mit dem Publikumsjoker zu beantworten). Denn gerade das bezaubernde Lächeln verschwindet ja dieser Tage in der "OP-Maske"... (Wenn Sie Buchautor sind, hier mein Tipp für den nächsten Titel eines Bestsellers: "Flirten in Corona-Zeiten")
2.) Welche Tipps geben Sie für das erste Mal?
Auch dies ist keine ganz leichte Frage! Immerhin können wir auch hier mit einem langsamen schrittweisen Lockern der Schutzmaßnahmen rechnen, doch da der Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhaltten ist, bedarf es auch hier einiger Fantasie, um überhaupt ein wenig Zärtlichkeit auszutauschen. Man könnte warten? Gewiß aber die Ungeduld wächst (wie der NDR weiß!)

3.) Wie verhalte ich mich am Strand?
Natürlich das ist natürlich auch so eine Sache. Schließlich ist noch zwischen "Textil" und "FKK" zu unterscheiden. Und: Heißt es nun am Nacktstrand "Mundschutz rauf oder Mundschutz runter"? Vielleicht kan ja mal der Gesundheitsminister zu einem Video-Stream am FKK einladen, Immer wenn es dann neue Ansteckungszahlen gäbe, könnte ein entsprechendes Schild durch das Bild getragen werden (bei "50" kleiden sich dann alle an und verlassen fluchtartig das Land...) Abschließend zeigt der Gesundheitsminister dann den Rettungsschwimmern, wie Schlepptechniken mit Mindestabstand durchzuführen sind...

Nun, abschließend, aber noch ein Wort an die Medien: "...ein dickes Lob!" Sie blieben immer zurückhaltend und vorsichtig auf die Regierung schauend, erwarteten keine "Befreiungsschläge" sondern lediglich "kleine Päckchen", denn sonst wäre schließlich "alles für die Katz..."

Naja, um ehrlich zu sein:
Kommen wir über den Hund dann kommen wir auch über den Schwanz!
In diesem Sinne: Maske auf und durch!

Euer Fiete

https://www.inselreport.de/2019/04/die-hochsten-pommerschen-leuchtturme.html   https://www.inselreport.de/2019/04/die-groten-pommerschen-inseln.html   https://www.inselreport.de/2019/11/die-erfolgreichsten-pommerschen-musiker.html https://www.inselreport.de/2017/10/enders-welt.html   https://www.inselreport.de/2017/10/mythos-stortebeker-2-die-rugenfestspiele.html   https://www.inselreport.de/2018/08/uber-ulrich-muther-seine-mitstreiter.html
https://www.inselreport.de/2019/12/schloss-putbus-zum-wiederaufbau.html   https://www.inselreport.de/2019/10/nord-stream-2-wettlauf-mit-der-zeit.html   https://www.inselreport.de/2018/07/ein-besuch-der-hydrierwerke-politz.html