Sonntag, 2. August 2020

Mein Sonntag in Saßnitz


Liebe Saßnitzer,
manchmal geschehen wirklich noch Wunder: All jene, die schon die Hoffnung fahren ließen, weil sie nicht über den bereits vor seinem Bau sagenumwobenen "Klodeckel" am Königsstuhl (der für die Befürworter dank dem politischen Rückenwind aus Schwerin für einen "Königsweg gehalten wird) abstimmen durften, erhalten nun doch noch unerwartete Schützenhilfe. Und das kam so...

Wie ein paar "Knubbenbieters"* berichteten, tummeln sich derzeit einige Umweltaktivisten, die sich einen ganz schlauen Plan ausgedacht haben, um das Bauvorhaben offensichtlich doch noch in letzter Minute zu verhindern: Sie haben begonnen die Grabensysteme unweit der Steilküste zu blockieren. "Offiziell" erfolgt dies natürlich, um die "Achterwiese" unweit des kleinen Steinbachs zu vernässen. Die "Knubbenbieters"* klopften sich bei deren "Aktionismus" diesmal allerdings vor Freude auf die Schenkel, denn bekanntlich sucht sich das Wasser in der Stubnitz ja nun fortan einen neuen Weg durch die Kreide. Und dieser könnte nun auch den Baugrund für eben jenes "Jahrhundertbauwerk" problemlos entziehen, welches eigentlich mal die Taschen der "Panda"-Freunde füllen sollte (in dem man die Besucher des Nationalparkzentrums über dem Königsstuhl schweben lassen wollte). Das die "Aufbauleistung" der (wie schon zu DDR-Zeiten vom Festland angekarrten) Aktivisten bereits einige Wirkung in der Kreide zeigt, sei an dieser Stelle auch vorsorglich bereits erwähnt. 

Pfiffig sind sie ja, diese jungen Leute! Endlich mal jemand der verstanden hat, was passiert, wenn man den sehr feinkörnigen und hochporösen Kalkstein mit Wasser unterirdisch flutet. Genau! Es kommt zu Abbrüchen. Und so könnte also (...wenn der Plan der Umweltaktivisten aufgeht) schon bald der "Baugrund" für den 40 Meter hohen Pylon (Das vielleicht größte Bauwerk der Insel!) fehlen und das Anhängen einer im Windkanal getesteten "Klobrille" unmöglich machen. Ein Vorteil hat die Sache auch für die Verantwortlichen: Es erspart ihnen den Versuch herauszufinden, ob eine etwa 60 Meter tiefe Bohrung im Küstenbereich das Rutschen einer ganzen Kreideformation auslöst... 


Vielleicht wird dieses "Aufbauwerk" auch dazu führen, dass man den jungen Aktivisten sogar mal ein "Denkmal der Dankbarkeit" setzt. Wer weiß? Eine Idee dazu wäre, ihre Köpfe als Abbild einfach in die Kreideküste zu hauen, wie die der amerikanischen Präsidenten im Mount Rushmore (South Dakota). Wie? An so was glaubt Ihr nicht? Dann habt Ihr aber noch keine Politiker kennengelernt! Derzeit ist doch eigentlich nichts unmöglich, oder?

Gerne hätte ich mich dazu auch mal mit unserem "SuperFranky" unterhalten, aber der liefert sich ja gerade wieder einen medialen Schlagabtausch mit "MegaDonald". Letzterer straft ihn weiterhin mit Nichtbeachtung, so dass sich "SuperFranky" sogar genötigt sah, seine Botschaft via "RT" (also Kreml-TV) ins Weiße Haus zu schicken. Das Blondlöckchen soll aber nur seine Tolle nach hinten gestrichen und den "Yankee Doodle" gesummt haben. Eine Ausreiseverbot hat "SuperFranky" nun immer noch nicht. - Unser "Held" befindet sich also weiter m Stand-by-Modus.

Einen schönen Sonntag wünscht Euch
Fiete

*) Die althergebrachte Bezeichnung für Ureinwohner, die auf der Seite der Stubnitz wohnen. Der plattdeutsche Begriff heißt übrigens auf Hochdeutsch soviel wie "Knotenbeißer". Entstanden ist er  - lt. Alfred Haas - weil sich dieser besonders urwüchsige Menschenschlag nicht erst die Mühe macht einen Knoten zu lösen, sondern ihn stattdessen einfach "durchbeißt"...


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