Sonntag, 30. August 2020

Mein Sonntag in Saßnitz


Liebe Saßnitzer,
nachdem die Woche aus Saßnitzer Sicht unter dem Motto „Hart aber super Franky!“ stand und wir Zuschauer zusammenzuckten, als einer der möglichen Kanzler-Kandidaten erklärte, dass es keinen Grund gäbe, sich Angst von drei versprengten Yankees machen zu lassen... Wenden wir uns nun also wieder unserer Insel, besser unserer Halb-Insel, zu.

Nur ein Stückchen nördlich von Saßnitz, gingen erneut ein paar der "Knubbenbieters"* auf den zweiten der beliebten „Waldspaziergänge“ – dieses Mal mit unserem Nationalparkchef und unseren Landrat. 


Einer der Teilnehmer war aber zuvor auch als Aktionskünstler in den letzten Tagen in Erscheinung getreten. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: Gemeinsam mit seinen Mitstreiter schuf er das „im Kleinen“, was uns „im Großen“ schon seit Monaten umtreibt: Der Königsstuhl, der wohl heiligste Ort der Rüganer. 

Um aber dem Willen zu neuem neuen Abstieg am Königsstuhl entsprechend Nachdruck zu verleihen, wurde natürlich auch eine Leiter und die Botschaft „Wir wollen den Königsstuhlabstieg zurück“ installiert. - Die „Klobrille“, die darüber zu sehen ist, hatte allerdings ein Witzbold ins Bild gehalten. Er suchte im Anschluss nach einigen Protest-Rufen schnell das Weite… 


Doch zurück zu der Aktionskunst! Soviel Können musste auch im öffentlichen Raum (Gemeinde Lohme, Gemarkung Salsitz, Flur 3, Flurstück 2) auf Widerspruch stoßen, denn dies ist ja der Sinn der Sache. Nun soll lt. Verwaltung der „Kleine Königsstuhl“ bis Montag, den 31. August 2020, beseitigt werden, so jedenfalls fordert es ein Schreiben der Verwaltung vom 24.08.2020 ein. Ob das passiert ist allerdings mehr als fraglich, denn was wäre Lohme ohne den Kreidefelsen. 

Das Problem scheint sich auch eher an besagter Leiter zu manifestieren. Und dies wiederum zeigt, dass doch noch einige Hürden zu nehmen sind, um mit einer Stimme für Lohme zu sprechen – und dafür könnte die Leiter eben doch recht sinnvoll sein. 

Ein schönes Wochenende wünscht Euch 

Fiete 


*) Die althergebrachte Bezeichnung für Ureinwohner, die auf der Seite der Stubnitz wohnen. Der plattdeutsche Begriff heißt übrigens auf Hochdeutsch soviel wie "Knotenbeißer". Entstanden ist er - lt. Alfred Haas - weil sich dieser besonders urwüchsige Menschenschlag nicht erst die Mühe macht einen Knoten zu lösen, sondern ihn stattdessen einfach "durchbeißt"...
https://www.inselreport.de/2019/04/die-hochsten-pommerschen-leuchtturme.html   https://www.inselreport.de/2019/04/die-groten-pommerschen-inseln.html   https://www.inselreport.de/2019/11/die-erfolgreichsten-pommerschen-musiker.html https://www.inselreport.de/2017/10/enders-welt.html   https://www.inselreport.de/2017/10/mythos-stortebeker-2-die-rugenfestspiele.html   https://www.inselreport.de/2018/08/uber-ulrich-muther-seine-mitstreiter.html
https://www.inselreport.de/2019/12/schloss-putbus-zum-wiederaufbau.html   https://www.inselreport.de/2019/10/nord-stream-2-wettlauf-mit-der-zeit.html   https://www.inselreport.de/2018/07/ein-besuch-der-hydrierwerke-politz.html