01 Januar 2021

Mein Jahreswechsel in Saßnitz

 Schönheit der Natur: Ein Ausflug in die Stubnitz zum Jahreswechsel lohnt auch ohne Ausweis

Liebe Saßnitzer,

ein turbulentes Jahr liegt hinter uns. Vom "Kampf der Giganten" (SuperFranky vs. MegaDonald) über den längsten "Maskenball" bis zum "Lock-down-load"  mit Update war ja alles dabei... Eigentlich gute Gründe, um das alte Jahr mit dem "Hohen C" davon zu böllern. Nur: Das "Zubehörs" dafür fehlt...

Ist unser "Tafelsilber" in gute Händen? Zerfurchter Waldboden mitten im Nationalpark

Was also tun? Viele Saßnitzer und ihre Gäste treibt es derzeit in die Natur, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Und bei dem Reichtum, den wir mit der Stubnitz direkt vor der Haustür haben, können wir uns wirklich glücklich schätzen! Wer sich also beispielsweise auf zum Königstuhl macht, kann zudem die "schöne neue Welt" bewundern, die uns Jahre zuvor mit blumigen Worten und bunten Bildern verheißen wurde. Diese bunten Bilder haben es zwischenzeitlich auf viele teuer gedruckte Faltblätter, Tafeln oder in Ausstellungen geschafft. Es mangelt auch nicht an der "Etikettierung" der Landschaft. Mitunter wurden sogar "tote" Holzstämme in die Stubnitz geschleppt und in den Waldboden gerammt, um einen Teil des Schaftes auszuklinken und Schilder (auch übereinander!!!) auf das Holz zu schrauben. Doch was hat sich eigentlich für die Pflanzen- und Tierwelt der Stubnitz verbessert?

(Dieser Absatz ist auch eine kleine Denkpause, schreiben Sie wenn Ihnen dazu was einfällt...)

Klar! es gab natürlich den sichtbaren Versuch unser "Tafelsilber der Deutschen Einheit" einzuzäunen. Unklar bleibt allerdings, wer hier vor wem geschützt werden soll. Fakt ist: Auf der einen Seite des Zauns (in Richtung Festland) wurden Bäume gefällt, wurde der Waldboden mit schwerer Technik zerfurcht, fuhren Dieselbusse durch sensible Natur (und stießen auch in Standzeiten ihre Abgase aus) oder Buchenstämme wurden "zugeschottert". Jüngst hatte man mit viel Geld sogar Sitzmöbel einbetoniert und die Schalbretter an den Fundamenten "vergessen". Doch auch die andere Seite des Zauns lässt sich nur noch schwer schützen. Auch hinter dem Nationalparkzentrum wird ein großes Bauprojekt (im Volksmund > die "Klobrille") beworben. Der Grund? "Geld schläft nie!" Und so dürfen wir im kommenden Jahr mit weiteren "Segnungen" unserer Politiker rechnen. Wenn dann eine Betonpfahlgründung 60 Meter tief in die Kreide getrieben wird, weiß man: Es geht wieder einmal um Profit und das schnelle Geld. Gäste ran karren, einmal über die Klippe schauen lassen, ein Selfie und abkassieren. Alles kann man in weniger als einer Stunde erleben! An einem Tag die ganze Insel sehen bei der "Verweildauer" von einem Tag? Bald wird auch dies (ohne Unterkunft auf Rügen) möglich sein!

Naturschutz sieht anders aus: "Zugeschotterte" Buche, leider im Nationalpark kein Einzelfall.

Gute Gründe die Insel vor diesen "Entwicklungen" zu schützen? Sicher! Doch die Zäune müssten dazu an anderen Stelle verlaufen: In Rathäuser, Landratsämter und Schweriner Ministerien muss man beginnen, weiteren Schaden abzuwenden. Sollten Sie also noch Zaunfelder übrig haben... Till Backhaus, Dr. Stefan Kerth und Frank Kracht freuen sich bestimmt. Der Bedarf ist riesig!

Einen schönen Jahreswechsel wünscht Euch

Fiete

Neue "Sitzmöbel": Nicht nur teuer und unbequem! Schalung am Fundament einfach vergessen zu entfernen...
https://www.inselreport.de/2019/04/die-hochsten-pommerschen-leuchtturme.html   https://www.inselreport.de/2019/04/die-groten-pommerschen-inseln.html   https://www.inselreport.de/2019/11/die-erfolgreichsten-pommerschen-musiker.html https://www.inselreport.de/2017/10/enders-welt.html   https://www.inselreport.de/2017/10/mythos-stortebeker-2-die-rugenfestspiele.html   https://www.inselreport.de/2018/08/uber-ulrich-muther-seine-mitstreiter.html
https://www.inselreport.de/2019/12/schloss-putbus-zum-wiederaufbau.html   https://www.inselreport.de/2019/10/nord-stream-2-wettlauf-mit-der-zeit.html   https://www.inselreport.de/2018/07/ein-besuch-der-hydrierwerke-politz.html