Weiterführende Informationen

26 Februar 2021

Warum nun auch Autofahren verbieten?

Ein Gastbeitrag von Robert Besing

Die Zahlen sind trotz der Rückgänge des vergangenen Jahres alarmierend! An die 3.000 Menschen verloren 2019 ihr Leben bei Verkehrsunfällen, fast jeder dritte Verkehrstote kam dabei im Zusammenhang mit zu hoher Geschwindigkeit ums Leben. Und bei über 2 Mio. Unfällen, die jährlich passieren, verunglücken etwa 300.000 Menschen. Populistische Politiker rufen daher nicht nur nach der Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn sondern auch nach einem Verbot des Autofahrens. Stattdessen wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel empfohlen... 

Doch ist es wirklich so einfach? Zu Recht machte schon ADAC Präsident Gerhard Hillebrand auf einen anderen Aspekt aufmerksam, indem er darauf verwies, dass jeder einzelne Verkehrsteilnehmer aufgefordert ist, sich rücksichtsvoll zu verhalten und auf riskante Fahrmanöver zu verzichten - egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder mit dem E-Scooter. Die Straßenverkehrsordnung bringt das schon in §1 klar auf den Punkt:

"(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird."

Wer gegenseitige Rücksichtnahme übt, sollte auch die Freiheit besitzen, eigenverantwortlich am Straßenverkehr teilzunehmen. Für den Fall, dass dennoch ein Schaden eintritt, hat man eine Autoversicherung eingeführt, die als Pflichtversicherung dem finanziellen Schutz des Unfallgeschädigten dient. Es ist ausreichend zur Vorsorge und hat sich im Alltag bewährt. Deshalb müssen sich auch Politiker, die mit dem Autofahren das selbständige Fahren verbieten wollen, sich nicht wundern, wenn sie als "Spinner" tituliert werden.

Verkehrte Welt? Wenn eine Bundesregierung nun mit "Vorsorge" vor möglichen Mutationen die drastischen Einschränkungen der Grundrechte bei fallenden PCR-Fallzahlen begründet, muss sie sich ebenfalls nicht wundern, wenn sie ebenfalls als "Spinner" bezeichnet wird. Der Staat kann nicht jede Eventualität vorsehen und durch Regelungen und Maßnahmen die Eigenverantwortlichkeit der Bürger ersetzen. Wenn dies so wäre, würde eine Sondersituation wie der Lockdown niemals enden. 

Es ist doch so: Viren begleiten die gesamte Menschheitsgeschichte. Dabei haben so einige Viren und deren Mutationen auch unzählige Opfer zur Folge gehabt. Wenn der Urmensch nun also schon gewusst hätte, wie gefährlich diese Viren sind, die draußen vor seiner Höhle lauern, er wäre wohl nie heraus gekrochen, wir würden weder Flugzeug fliegen noch Auto fahren.

Die Politiker, die uns diese Freiheit nehmen wollen, schickt man also besser dahin, wo der Pfeffer wächst. Einige von ihnen würden sich in China vielleicht wie zu Hause fühlen und blieben uns damit erspart.

(Die von den einzelnen Autoren veröffentlichten Texte, Leserbriefe und Beiträge geben nicht die Meinung der Redaktion wieder)