28 März 2021

Mein Sonntag in Saßnitz

Liebe Saßnitzer,

da haben die Politiker uns aber in dieser Woche so einige "Überraschungseier" ins Nest gelegt! Die sogenannte "Osterruhe" hielt nicht länger als besagtes "Ü-Ei" in Kinderhänden. Ein Grund zum Schimpfen? Keineswegs. Woher sollte denn unsere Bundestagsabgeordnete wissen, dass man Feiertage nicht einfach verordnen kann? Schließlich ist sie ja seit der ausklingenden DDR in keinem Angestelltenverhältnis gewesen. Und die mit ihr tagenden Ministerpräsidenten? Auch hier ist der Blick in deren Biografien sicher selbsterklärend...

Es war aber nicht die einzige Überraschung vorm Fest. Auch das "Quietschen" des "Stühlerückens" nach dem plötzlichen Ableben einer Mandatsträgerin des Bundestages hörte man bis nach Saßnitz. Das der politische Stamm der "Schwarzen" in Saßnitz gerade dabei war "an Stühlen zu sägen"? - Geschenkt.

Schließlich wird die Absetzung des Häuptlings schon viel zu lange hinter vorgehaltener Hand diskutiert. / Die Brüder des politischen Stammes der "Roten" sind derweil mit den Vorbereitungen des traditionellen "Osterspaziergangs" beschäftigt. Ja, auch Politik braucht ihre Rituale! Für den Frieden auf die Straße zu gehen, scheint angesichts des aktuellen "Säbelrasselns" zudem mehr als angebracht. Auch wenn einige der Häuptlinge der "Roten" selbst dem Waffengeschäft in der Vergangenheit Vorschub gaben. - Geschenkt. 

Wir Bürger als Wähler haben eben ein praktisches "Kurzzeitgedächtnis". Da kann einem an der Wahlurne schon mal die Erinnerung verlassen.

Die Erinnerung trübt einen auch in Sachen "Klodeckel". Kürzlich erzählte mir ein Bekannter, dass das "Ungetüm" am Königsstuhl (der offiziell als "Königsweg" bezeichnet wird) nun schon 9 Millionen kosten solle. Ich zuckte zunächst mit den Schultern, weil mir vor lauter Rettungsmaßnahmen von Millionen und Milliarden der Kopf noch brummt. Dann aber meinte er, dass dies schon mehr wären als die etwa 7 Millionen, die erst diskutiert worden wären. - Geschenkt. 

Wir Wähler und Steuerzahlen vergeben auch dies. Schließlich haben wir auch unsere Fehler...


Als ich kürzlich mit dem Rad in Richtung Mukran fuhr, entdeckte ich so viel Unrat an einem Feldweg (kurz bevor es auf der anderen Seite zum Golfplatz geht), dass man sich nur wundern kann. - Geschenkt. 

Und wenn man weiter zu Bäcker Peters nach Mukran fährt? Dort grüßt schon aus der Ferne der "Mont Klamott". Den haben unsere Saßnitzer Stadtvertreter "abgenickt". Nun haben die Anwohner den "Betonsalat" vor dem Gehöft und den "Riesen-Hügel" direkt vor der Einfahrt zum Grundstück liegen. - Geschenkt?


Liebe Saßnitzer!

Bei so vielen "Geschenken" ist es an der Zeit vor unseren Türen zu kehren. Zeit für den "Frühjahrsputz"! Und es gibt einiges "wegzufegen", um sich wieder wohl zu fühlen. Viele "kleine Baustellen" wachsen sich sonst immer weiter zu "größeren Baustellen" aus. Ein Ende scheint dabei noch nicht in Sicht. Es reicht aber auch nicht, immer nur auf andere zu zeigen. 

Fangen wir also in unserer Heimatstadt an. Denn die Zeche dafür, was heut heute passiert, zahlen wir Bürger und kein König oder Kaiser oder der, der sich als solcher heute fühlt!

Ein schönes Wochenende wünscht Euch

Euer Fiete

PS: Wenn ihr die bessere Zukunft auch nicht erwarten könnt, dann habt ihr hoffentlich Eure Uhren schon eine Stunde vorgestellt... ;)

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