26 März 2021

Ausbau der Bahnstrecke "Stettin - Berlin" beginnt

DB Regio mit Twindexx als RE unterwegs durch die Frühlingslandschaft (Foto: Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe)

Stettin (PA). Am Montag, den 12. März 2021, wurde der Vertrag zum zweigeisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Angermünde und Stettin unterzeichnet. Er sichert bei der auch als Teil der "Stettiner Bahn" bezeichneten Verbindung die Beteiligung des Bundes in Höhe von 380 Mio. EUR am Ausbau sowie die Investition von Berlin und Brandenburg mit je 50 Mio. EUR.

Damit sind die Grundlagen für den der Start der Baumaßnahmen an einer Streckenlänge von 49 Kilometern gelegt. Die Fahrtzeit zwischen den Metropolregionen Stettin und Berlin soll nach deren Abschluss im Jahre 2026 nur noch 90 Minuten betragen. Möglich wird dies mittels einer dann durchgängigen Elektrifizierung der Bahnstrecke auf der dann eine Geschwindigkeit von 160 km/h gefahren werden kann. Der DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla kommentierte die Weichenstellung so:

"Für alle Fahrgäste heißt das: Sie kommen künftig 20 Minuten schneller von Berlin nach Stettin. Ganz im Gedanken des ‚Europäischen Jahrs der Schiene‘ bringen wir so Menschen auch grenzüberschreitend noch enger zusammen.“

Nach Vorlage der Baugenehmigungen startet die Deutsche Bahn (DB) die für die Strecke notwendige Ausschreibung der Leistungen und die Beauftragung der Firmen, so dass mit den Bauprojekt noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Die Ausführung ist in zwei Bauabschnitten mit Angermünde-Passow und Passow-Rosow(Gr) vorgesehen Zu den dann vorgesehenen Arbeiten zählt auch die Modernisierung der Bahnstationen Passow, Schönow, Casekow, Petershagen und Tantow. Die bevorstehenden Planungen sorgen allerdings nicht nur für Freude. So steht - wie lokale Medien in den vergangenen Wochen berichteten - in Schönow das Bahnhofsgebäude dem geplanten Ausbau angeblich im Weg und in Angermünde sorgen die angedachten Schallschutzwände von 6 Metern Höhe für Aufregung. 

Für die "Stettiner Bahn" wird derzeit ein Verkehrsaufkommen von 50 Regional- und 89 Güterzügen täglich prognostiziert. Mit dem Ausbau erfolgt zudem der überfällige Lückenschluss von verschiedenen Kernnetzkorridoren des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V). Die Strecke selbst soll dabei mit dem einheitlichen europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System) ausgestattet werden. Dieses steigert die Zuverlässigkeit und Kapazität im grenzüberschreitenden Bahnbetrieb und erleichtert einen durchgehenden europäischen Zugverkehr.
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